Nach einer umfangreichen Erhebung konnten drei afghanische Asylwerber festgenommen werden, die an einen großen Kundenstock Drogen verkauft haben sollen.

Die Täter gingen bei den Rauschgift-Deals so ungeniert vor, dass sie sich bei den Abwicklungen nicht einmal von Müttern mit spielenden Kindern abschrecken ließen. Verkauft wurde das Suchtgift direkt vor der Asylunterkunft und am angrenzenden Kinderspielplatz.

Werbung

Rund um die Uhr gedealt

Aufgrund von Einvernahmen wurde auch bekannt, dass beinahe zu jeder Tages– und Nachtzeit im Bereich der Asylunterkunft leicht und unkompliziert große Mengen an Cannabis angekauft werden konnten.

Am Tag der Festnahme konnte die Polizei mithilfe eines Suchtgift-Spürhundes auch in der unmittelbaren Umgebung der Asylunterkunft einen Drogenbunker ausfindig machen, der als Zwischenlager für die Händler angelegt worden war.

Viele Beweise, keine Geständnisse

Die drei tatverdächtigen afghanischen Asylwerber im Alter von 21, 25 und 26 Jahren zeigten sich in keinem Fall geständig. Die Beweislast ist jedoch erdrückend, da einige Personen aus dem Kundenstamm bereits gegen die Männer ausgesagt haben sollen.

Weiters wurde bei der Hausdurchsuchung in der Asylunterkunft Bargeld und verkaufsfertig abgepackte Drogen sichergestellt. 52 Kunden konnten bislang ermittelt werden, davon gaben 48 Personen an ihre Drogen bei den Afghanen gekauft zu haben.

Alle drei Beschuldigten wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wels in die Justizanstalt Wels überstellt und befinden sich derzeit in U-Haft. Weitere Erhebungen zu den Hintermännern und auch zu weiteren Abnehmern sind derzeit im Gange.