Nicht nur in der Dämmerung, nahezu bei jeder Tageszeit wird in Oberösterreich eingebrochen.

Einen regen Handel mit gestohlener Ware dürften zwei Asylwerber im Bezirk Vöcklabruck betrieben haben. Wie die Polizei ermittelte, begingen ein 37jähriger Weißrusse und ein 37jähriger Georgier regelmäßig Diebstähle um die Beute dann an andere Asylwerber weiterzuverkaufen. Bei den Taten soll es sich auch um Auftragsarbeiten gehandelt haben: Die Asylanten-Kollegen nannten konkret ihren Bedarf, die Täter besorgten die gewünschte Ware mit langen Fingern.

Am 4. Juni 2019 wurde nahe Sankt Georgen im Attergau ein Asylwerber von einer Polizeistreife angehalten. Er war dringend tatverdächtig, bei einer Tankstelle Süßigkeiten gestohlen zu haben. Tatsächlich fand sich die Beute in seinem Rucksack, wo er auch weiteres Diebesgut, unter anderem Sonnenbrillen und Parfüms, mit sich führte. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.

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Asylwerber mit gut gefüllten Taschen

Zwei Tage später wollten die Beamten den Tatverdächtigen in seiner Unterkunft zur Einvernahme vorladen. Der Asylwerber kam den Beamten bereits entgegen – die Jacke prall gefüllt mit weiterem Diebesgut.

Nach sorgfältigen polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Weißrusse gemeinsam mit einem gleichaltrigen Georgier über einen Zeitraum eines Monats an mehreren Tatorten Diebstähle begangen hatte. Die Aufträge dafür bekam das Verbrecherduo von anderen Asylwerbern, die ihren konkreten Warenbedarf anmeldeten.

Mit ihren gewerbsmäßigen Diebstählen verschafften sich die beiden Langfinger ein fortlaufendes Einkommen. Die Männer wurden auf Befehl der Staatsanwaltschaft Wels in die dortige Justizanstalt eingeliefert.