Der kuriose Koran-Wettbewerb fand in den heiligen Hallen der an und für sich katholischen Trauner Stadtpfarrkirche statt.

Da geht den Österreichern „das Geimpfte auf“: Am Sonntag ließ der Trauner Pfarrer im Pfarrsaal der Stadtpfarrkirche Traun (Bezirk Linz-Land) einen Koran-Rezitierwettbewerb veranstalten.

Der Veranstalter, die „Austria Linz Islamische Föderation“ (ALIF) ist stark stark mit der „Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs“ (IGMG) vernetzt. Diese gilt als extremistisch und wird etwa im benachbarten Bayern vom Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet.

„Interreligiöser Dialog“

ALIF wird vom oberösterreichischen Landespolizeidirektor Andreas Pilsl als „nationalistisch und fundamentalistisch“ eingeschätzt.

Im Vorhinein berichtete das „Volksblatt“ über das kuriose Event in Traun. Dem Blatt gegenüber meinte Pfarrer Franz Wild: „Wir in der Pfarre Traun pflegen schon seit vielen Jahren den interreligiösen Dialog. So sind wir auch immer wieder mit der Organisation ALIF im Dialog und haben mit ihnen bis dato ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.“

Bei obiger Veranstaltung handelte es sich um das Bezirksfinale eines Koran-Rezitierwettbewerbes.

Linzer Imam-Schule: OÖVP sieht SPÖ in der Pflicht
Der Verein „ALIF“ wollte im vergangenen Jahr in Linz eine Imamschule einrichten. Der Bau wurde aber gestoppt.

Islamistische Umtriebe in OÖ

„ALIF“ wollte im vergangenen Jahr in Linz eine Imamschule einrichten. Der Bau wurde aber gestoppt. Kritik gab es damals von allen Seiten – u.a. auch vom Ex-Grünen und nunmehrigen Nationalrat der Neuen Volkspartei Efgani Dönmez.

Wirbel gab es kürzlich auch in der oberösterreichischen Gemeinde Sattledt. Der Verein „Saadet“ hatte ein Haus gemietet, um dort einen türkischen Kulturverein zu errichten. In der Bevölkerung gab es die Sorge, dass es sich um eine „geheime Moschee“ handeln könnte („Wochenblick“ berichtete).

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Beim Vereinsobmann von „Saadet“ handelt jenen ehemaligen SPÖ-Funktionär und Islam-Religionslehrer, der wegen der Verbreitung eines IS-Propagandavideos angeklagt wurde.

Oberösterreicher entsetzt

Gegenüber „Wochenblick“ sagt ein Leser indes: „Ich finde es einen Wahnsinn, dass der Pfarrer Franz Wild dieser ALIF-Organisation eine Bühne bietet“ und bezeichnet die Veranstaltung schlicht als „Ungeheuerlichkeit“.