Knapp über ein Jahr stolperte unser geliebtes Österreich unter tatkräftiger Mithilfe des am Dienstag zurückgetretenen Rudolf Anschober (Grüne) durch die sogenannten Pandemie. Von Diktatur-Novellen, für die ihm sogar 30.000 Stellungnahmen egal waren bis hin zu verfassungsfeindlichen Erlässen zog er regelmäßig den gerechten Zorn des Volkes auf sich. Aber wer geglaubt hat, es wird unter seinem Nachfolger besser werden, irrt. 

Kommentar von Alfons Kluibenschädl

Es hat sich ausgeschobert: Die nicht ganz so heimliche Freude über diese Nachricht spülte es durch soziale Medien. Viele Bürger sahen es als ersten Schritt in Richtung des Falles des türkis-grünen Corona-Regimes. Diese Hoffnung erlitt noch am selben Tag einen Dämpfer. Denn sein Nachfolger Wolfgang Mückstein ist zwar im Gegensatz zu Anschober – jener war eigentlich Volksschul-Lehrer – vom Fach, aber er ist ein knallharter Lockdown- und Impf-Fanatiker. 

Impfen, impfen, impfen – Lockdown, Lockdown, Lockdown

Noch keine 24 Stunden als designierter Gesundheitsminister – im Amt ist er erst nach einer baldigen Angelobung – vergingen, als er bereits vorausschickte, dass es unter seiner Ägide keine Freiheit geben wird. Er ist der Ansicht, dass der zweite Lockdown im Herbst um „drei bis vier Wochen zu spät“ kam. „Unpopuläre Entscheidungen“ zu treffen – sprich, das Land nach Belieben zuzusperren – will er nicht scheuen. Und er setzt darauf, dass sich die Menschen bald beim Hausarzt mit den umstrittenen Impfungen versorgen können.

Denn die bisherige Kampagne geht ihm „nicht rasch genug“. Damit plappert er quasi genau das weiter, was die WHO erst kürzlich als Losung ausgab: mehr Tempo. Bis Juli oder August will er die ganze Bevölkerung durchimpfen. Damit redet er auch seinem Ex-Chef – Mückstein saß für die Grünen zwölf Jahre lang in der Ärztekammer – das Wort. Denn der Präsident der Berufsvertretung, Thomas Szekeres, ist auch für Geschwindigkeit beim Impfen und würde, ging es nach ihm, „ganz Österreich zusperren“.

Präsident darf seinen Wahlkampfspender angeloben

Einen zweiten Blick verdienen aber auch die Verbindungen des neuen Mannes im Ressort. Denn auch wenn man ihn in der Öffentlichkeit nun als Polit-Neuling und unbeschriebenes Blatt verkauft: Das ist er nicht. Er fungierte nämlich bislang als Ansprechperson der „Grünen Ärzte und Ärztinnen“. Das ist an und für sich nicht brisant: Eine Partei wird die ihr zufallenden Ressorts bekanntlich nicht mit ihrer Ideologie fernen Personen besetzen.

Es ist aber auch diese Gruppierung, die für den Präsidentschaftswahlkampf des offiziell parteiunabhängigen Ex-Grünen-Vorsitzenden Alexander van der Bellen nicht weniger als 14.110 Euro spendete. Auch das soll jetzt nicht wirklich verwundern. Ein bisserl ein Geschmäckle hat es allerdings sehr wohl, wenn ein Bundespräsident jemanden in ein verantwortungsvolles Amt angelobt, der ihm mit einer fünfstelligen Summe seinen knappen Wahlsieg ermöglichen half.

Fürchterlicher Talkshow-Auftritt und Kommunisten-Likes

Wie er es fachlich halten wird, steht in den Sternen. Als er vor etwas mehr als einem Monat auf Servus TV bei „Talk im Hangar 7“ auftrat, behauptete er entgegen jeder medizinischen Realität, dass intramuskulär gespritzte Impfungen nicht in die Blutbahn übergehen. Auch sonst machte er eine ziemlich schlechte Figur, verärgerte zahlreiche Österreicher mit seiner offen zur Schau getragenen Impf- und Lockdown-Geilheit.

Neben der Affinität zu scharfen Maßnahmen, die stark an die kommunistischen Zusperr- und Umwälzungs-Fantasien der „Zero-Covid“-Schreier erinnern, verblüfft auch der Umstand, dass dem neuen grünen Mann im Gesundheitsministerium auf Facebook etwa eine Seite der kommunistischen Jugend gefällt. Auch wenn man darunter nicht zwingend eine Präferenz ablesen kann: Es passt in das Bild eines linken Hardliners.

Dauerlockdown und Überwachung stehen wohl an

Was erwartet uns also unter Mückstein? Womöglich nichts besonders gutes. Denn auch wenn sich mein Mitleid für Anschober infolge seiner verqueren Gesundheitspolitik massiv in Grenzen hält, darf man doch davon ausgehen, dass er einige Male als Bremser der „Dauerlockdown“-Fantasien von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auftrat. Es waren immer wieder die Grünen, welche weniger fanatisch als die Türkisen auf das Zusperren pochten. Es war nur Anschober gerne der dankbare Sündenbock des Kanzlers. Bei seinem Nachfolger dürfte dieser Widerstand nur deshalb nicht zu brechen sein, weil es von vornherein keinen Widerstand geben wird.

Im ewigen Spiel zwischen Kanzler und Gesundheitsminister werden sich die beiden Lockdown-Fans einen Doppelpass zuspielen und könnten das Volk immer wieder ohne jede gewichtige Gegenstimme mit ständigen Horror-Maßnahmen schikanieren. Vorgaben zur Impf-Kampagne wird er nach dem Wunsch der Globalisten umsetzen. Dass er dann ausgerechnet bei der Überwachung der Österreicher per grünem Impfpass auf die Bremse steigt, scheint unwahrscheinlich. Bis dahin kommen dann noch ein paar Sinnlos-Lockdowns, die womöglich härter und totaler werden, als wir sie uns derzeit vorstellen können.

Weiterlesen: