Symbolbild

Der auf Infektionskrankheiten spezialisierte Dr. Thomas Ly unterrichtete die deutschen Behörden bereits im Februar über wichtige Erkenntnisse: Der neue Virus wäre nicht gefährlicher als bislang bekannte Coronaviren. Seine Eigenschaften wären bekannt und gut erforscht. An diesen Informationen war aber niemand interessiert.

Von Siri Sanning

In der 29. Sitzung „Der Angriff auf Körper und Seele“ des von deutschen Anwälten ins Leben gerufenen Corona Ausschusses war der auf  Infektionskrankheiten spezialisierte Dr. Thomas Ly zu Gast. Ly arbeitet in Thailand und weiß Interessantes zu berichten: Bereits im Februar hatten er und seine Kollegen von Bangkok aus umfassende Entwarnung in Bezug auf das neue Coronavirus gegeben und auch deutsche Behörden entsprechend unterrichtet. Allerdings wollte diese Informationen niemand zur Kenntnis nehmen.

Wissenschaftlichkeit als oberstes Prinzip

„Wir verlassen uns nur auf Wissenschaft. Das zeigt sich gegenwärtig in der Coronakrise ganz besonders,“ beginnt Ly seine Ausführungen und verweist auf einen Ländervergleich: „Wir haben in Thailand gegenwärtig einen Schnitt von 0,9 mit Corona Verstorbenen pro 1 Million Einwohner. In Deutschland liegen wir bei 188 Toten pro 1 Million Einwohner. Im Ursprungsland des Virus, China, liegen wir bei 3 pro 1 Million Einwohner.

Er sei glücklich, sein berufliches Leben in Thailand verbringen zu dürfen, das im Gegensatz zu Deutschland dahingehend sehr attraktiv wäre. Die Bangkok Dusit Medical Service Group, ein sehr modernes Konstrukt mit 48 Krankenhäusern, sei auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Bereits vor Jahren habe man damit begonnen, Infektiologie zu implementieren, weil infektiologische Krankheitsbilder ein bedeutender Hemmfaktor in der Hochleistungsmedizin wären. Das Haupthaus mit dem Campus in Bangkok sei eine der modernsten Kliniken der Welt, erzählt Ly.

Im Osten nichts Neues

Eine Infektionskrankheit, die den Menschen befällt, müsste die Menschen auf der ganzen Welt gleich betreffen, in etwa den gleichen Schaden anrichten, erklärt Ly. Dies sei bei Corona nachgewiesenermaßen nicht der Fall.

Bereits im Februar sei man in Thailand zusammengekommen, habe sich gefragt: „Was wissen wir über Coronaviren?“ und habe das neue mit den altbekannten Coronaviren verglichen.

Die alten Coronaviren befallen vornehmlich die oberen Atemwege und lösen normalerweise keine Fieberschübe aus, erörtert der Arzt. Das habe man schon im Februar gewusst, während Deutschland erst viel später zu diesen Erkenntnissen gelangt sei. Als in Deutschland dann das „Spike Protein“ gefunden wurde, habe man sich sehr gewundert, denn „dies ist der Namensgeber für das Coronavirus.“

Andere Coronaviren teilweise gefährlicher

Auch der Rezeptor, an dem das Virus andockt, sei der gleiche wie bei den andern Coronaviren. Und dass der Magen-Darm-Trakt betroffen sein könne, wäre ebenso bekannt wie eine Beeinträchtigung des Geruchs – und Geschmackssinns.

„Bis heute warten wir auf den Tag, an dem irgendjemand sagt, es kann auch das Gehirn befallen,“ unkt Ly. „Denn eine Enzephalitis durch OC43 (eines der seit den 60er Jahren bekannten Coronaviren, Anm.) ist allseits bekannt und in der Literatur gut beschrieben. Wir haben aber bei dem neuen Coronavirus noch keine Enzephaletiden gemeldet bekommen.“

Seit Februar war klar: keine Angst!

 „Das haben wir auch nach außen gestellt und uns dann gewundert, dass in der ganzen Welt die Panik immer größer wurde,“ bekräftigt Ly die Feststellung, dass man mit Coronaviren umzugehen wisse.

Den Patienten stets komplett betrachten!

Das Entscheidende sei eine sorgfältige Differentialdiagnose, betont Ly. In einem deutschen Krankenhaus würde zuerst ein PCR-Test auf Corona durchgeführt. Das sei keine gute Idee. Sinnvoll sei stattdessen, zuerst auf die Probleme des Patienten zu achten und anschließend angemessen zu agieren: „Das machen wir in Thailand.“

Bei der Differentialdiagnose von Atemwegsbeschwerden habe man stets auch Coronaviren im Hinterkopf, das sei etwas ganz Normales. „Nur machen wir keinen PCR Test bei jemandem, der einen bakteriellen Infekt hat. Das müssen wir nicht tun.“

„Wenn wir einen PCR Test machen, dann suchen wir nicht nur eine einzige Gensequenz, sondern mindestens drei,“ fährt Ly fort. Durch eine Testung würde die klinische Untersuchung aber nur ergänzt, nicht ersetzt: „Wir testen nur, wenn auch Symptome vorhanden sind.“

Zudem sei die Zahl der Testzyklen standardmässig limitiert.
Durch diese Vorgehensweise ergäbe sich automatisch eine drastische Reduktion der Positiv-Ergebnisse.

Schreckensmeldungen aus Spitälern der Angst geschuldet

„Die Leute bemerken ein Kratzen im Hals und denken, sie müssen sterben.“ Diese Auswirkungen der Angst habe man als Effekt auch in den Krankenhäusern dabei, besonders weil ständig mit nicht ins Verhältnis gestellten Zahlen agiert werde: „Es ist eine Unverschämtheit, die Zahl ständig aufzuaddieren. Die Regierung sollte für den gleichen Zeitraum, wo sie uns die Coronatoten sagt, auch die Gesamttoten sagen. Damit die Leute sehen, wie viel mehr auch diese geworden sind,“ ärgert sich Ly.

Im Vergleichszeitraum sogar weniger Fälle

Insgesamt gäbe es nicht mehr Fälle als im letzten Jahr im Vergleichszeitraum, sondern weniger, beruft sich Ly auch auf den Chef der Helios Kliniken. Es gäbe weniger Beatmete, weniger Personen auf den Intensivstationen, weniger schwere Atemwegsinfektionen. „Wenn die Krankenschwester also sagt, es ist dieses Jahr so viel schlimmer, würde mich doch eher interessieren: was hat sie denn letztes Jahr gemacht?“ erläutert Ly.

„Das neue Virus verhält sich so wie seine anderen Corona-Geschwister auch, die regelmässig da sind. Die anderen machen sogar teilweise eine Enzephalitis. Die haben wir bisher noch gar nicht gehabt. Glücklicherweise, sonst wäre die Panik vielleicht noch größer.“

Definition einer „seltenen Erkrankung“ erfüllt

Man hätte sich von Anfang an auf Vulnerable fokussieren müssen, aber auch nur als Vorsichtsmaßnahme. „Coronaviren können wir bei 80% der Bevölkerung nachweisen. 80% der Weltbevölkerung sind mit Coronaviren in Kontakt gekommen. Wenn mir jetzt einer sagt, das neue Coronavirus ist aber so viel ansteckender, frage ich: Wie viel schafft es denn? 85%?“ Bei SARS und MERS, zwei anderen Mitgliedern der Corona-Familie, „reden wir von unter 1000 Toten weltweit.“ Das sei keine hohe Zahl.

„Und auch wenn ich dann diese Zahl mit 50 zu 100.000 als Inzidenz wähle, dann rechne ich das einfach mal runter. Dann sind das 5 zu 10.000. Das ist die EU-Definition für eine seltene Erkrankung,“ bringt Ly zur Kenntnis. „In diesem Rahmen befinden wir uns jetzt auch.“ Grundsätzlich gelte, dass bis zu 30% aller Erkältungskrankheiten weltweit durch Coronaviren verursacht werden.

Deutsche Behörden frühzeitig informiert

„Am Freitag, dem 24.Januar um 20.14 Uhr habe ich die Meldung, dass diese Frau positiv ist, an die hiesigen Gesundheitsbehörden gemeldet und habe gesagt, das ist der erste Fall, der in Deutschland war von diesem neuen Virus. Bitte melden Sie sich, damit ich Ihnen die Angst nehmen kann, damit keine Panik ausbricht,“ berichtet Ly.

„Ich wollte alle Fakten, die wir in Bangkok zusammengestellt hatten, zur Verfügung stellen. Aber man hat nicht darauf reagiert.“ Am darauffolgenden Montag sei dann in Deutschland die Panik ausgebrochen.

Mit unseren Informationen wäre Panik vermieden worden

„Ich geb euch alles, was ihr wissen müsst, und sie wollen es gar nicht haben,“ kritisiert Dr. Ly die deutschen Behörden.

Deswegen sei eine Bestrebung von „Ärzte klären auf“ die Entmonopolisierung und Demokratisierung von Fachwissen, sodass jeder darauf zugreifen kann. In einem speziellen Projekt InfectCore sollen alle Informationen zu Infektionskrankheiten weltweit publiziert werden: „In Zukunft kann keiner mehr sagen, ich habe das Wissen nicht gehabt.“

So wäre bereits am ersten Tag keine Panik mehr möglich gewesen. „Es kann ja nicht sein, dass ich einen Minister anschreibe  und er macht gar nichts, es interessiert ihn gar nicht,“ empört sich Ly.

Wuhan-Chinesin aus Drosten-Paper nicht symptomlos

„Nach unserem Kenntnisstand war es so, dass Herr Drosten in seinem Preprint am 30.1. berichtet hat, dass es asymptomatische Infektionen gibt und hat als Beispiel sich genau auf diese Frau bezogen,“ erläutert Dr. Reiner Fuellmich vom Corona Ausschuss.

„Das war ja das Zentrum. Die asymptomatische Infektion. Wenn es die nicht gibt, brauchen wir vor niemandem Angst zu haben. Dann heisst es, so wie ja früher auch immer, wer keine Symptome hat, ist gesund.

Es habe sich jedoch herausgestellt, dass sich besagte Chinesin bei ihren Eltern infiziert und mithilfe von Paracetamol Symptome bekämpft habe. Dass sie lediglich einen Jetlag verhindern wollte, kann sich der Anwalt nicht vorstellen.
„Sie müssen sich nur eine einzige Frage stellen,“ ergänzt Dr. Ly.

„Warum gibt es das Ergebnis, dass die Frau positiv war? Sie muss zum Arzt gegangen sein. Und sie geht nicht zum Arzt, wenn sie keine Symptome hat. Niemand geht wegen keiner Symptome zum Arzt.“

Virenlast entscheidend

Eine Infektion sei noch lange keine Infektionskrankheit. Wer keine Symptome habe, werde „selbst beim Knutschen bei einem anderen keine Erkrankung auslösen können,“ so Ly.
Auch Dr. Fauci in den USA habe seinerzeit in diesem Zusammenhang von „absolut vernachlässigbar“ gesprochen, ergänzt Fuellmich.

Personen mit schwerem Corona-Verlauf gesucht!

Es gehe darum, Einsicht in Krankenakten zu erhalten und zu überprüfen, ob im Zuge der Differentialdiagnostik nichts verloren gegangen sei, erläutert Ly einen geplanten Aufruf von „Ärzte klären auf“. Er ersucht, sich auch dann zu melden, wenn man bezüglich seines Testergebnisses unsicher sei. „Wenn man einen Test hat, der zu einer Quarantäne oder dergleichen geführt hat, und da wurden über 35 Zyklen gefahren, muss man sagen: das ist nicht in Ordnung.“

„Wir haben es in Bangkok auch gar nicht verstanden, warum man hier mit den großen Beatmungen angefangen hat. Das war uns völlig fremd. Warum macht man das? Oder mit Medikamenten, die nie eingesetzt wurden bei Corona – warum fangt ihr jetzt damit an?“ zeigt sich Ly überrascht.

Geschürte Angst, Wissensdefizite und Arroganz

Im Unterschied zu thailändischen Spitälern, die darauf ausgerichtet seien, dem  Patienten die Angst zu nehmen und ihn ganzheitlich in den Fokus zu stellen, würde in deutschen Krankenhäusern die Angst geschürt, weil alle vermummt, hektisch und panisch wären. „Das gibt es bei uns nicht,“ erzählt Ly und lädt ein, den Vergleich vor Ort anzutreten.

In Deutschland bestünden zudem erhebliche Wissensdefizite bei Infektionskrankheiten, schildert Ly. Neues würde nicht angenommen, wohingegen in Thailand seit langem Expertise aus der ganzen Welt zusammengeholt werde. Gleichzeitig herrschten Arroganz und Probleme bei der Fehlerkultur, sodass Deutschland sich bereits vor mindestens 15 Jahren habe „abhängen“ lassen.

„Mir ist ein Fall bekannt, da ist eine Patientin mit einer intracerebralen Blutung als Notfall ins KH geliefert worden und die konnte nicht operiert werden, weil kein Intensivbett freigegeben war. Weil die mussten freigehalten werden für die Coronapatienten. Und dann wird diese Patientin verlegt. Wie kann so etwas passieren?“ ist der Arzt fassungslos.

Ärzte zur Verantwortung ziehen

Gefragt, ob es eine typische „Corona-Lunge“ gäbe, verneint Ly. „Coronaviren betreffen die oberen Atemwege. Eine Lungenentzündung durch Coronaviren ist entweder eine Komplikation oder eine Superinfektion,“ wobei nur ein sehr geringer Prozentsatz der Patienten eine schwere Verlaufsform hätte.

„Wer schlimme Röntgenbilder zeigt, möchte dramatisieren,“ so Ly. „Hätten wir uns von Anfang an auf Symptompatienten konzentriert, hätten wir nichts gemerkt.“ Ly erinnert weiters daran, dass eine Triage etwas Normales sei, etwa im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Wer jetzt sage ´ich als Arzt will das nicht entscheiden´, obwohl die Fallzahlen noch gar nicht da sind, sei an der falschen Stelle.

Ein Arzt, der beispielsweise einem Kind ein Maskenattest verweigert, mache sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig.
Bedauerlicherweise gäbe es eine beschämend große Zahl an Ärzten, welche dieses Spiel mitmachten, nicht im Sinne des Patienten agierten und auch keine Grundlagen bzw. Differentialdiagnosen einforderten. Diese sollten die Grundausbildung wiederholen, wird Ly deutlich und betont, dass diese Ärzte „nachher zur Verantwortung gezogen werden“ müssen.

Sorgen für die Zeit danach

Ebenso wie Dr. Fuellmich sieht der Arzt Angst und Panik derzeit als treibende Elemente. Während Fuellmich im Hinblick auf eine Corona-Faktenaufklärung durch die Gerichte zuversichtlich ist, zeigt Ly sich in Bezug auf die Ärzteschaft eher besorgt.

Die Angst sei da und die Ärzte vermittelten sie weiter. „Was soll sich denn aus Corona heraus entwickeln?“ fragt er und erzählt, dass er über 1500 Infektionskrankheiten kennt. Darunter gäbe es solche, die viel schlimmer als Corona wären und so grausam, dass sich ebenfalls Panik mit ihnen schüren ließe. „Das brauche ich aber nicht, denn ich bleibe realistisch und weiß, wie ich damit umzugehen habe.“

Und das sei es, das gegenwärtig fehlt: „Wir haben einfach diese mangelnde Expertise und die Leute sind jetzt schon bei so einem Coronavirus sowas von in Panik, dass ich mich frage, wie lange wird diese Panik hinten dran bleiben, bis wir irgendwann einmal bei einem Schnupfen nicht mehr zusammenzucken?“

 

Anhang:

Dr. Thomas Ly ist ein international tätiger Infektologe und Protokollmediziner. Er engagiert sich bei „Ärzte klären auf“, einer interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft von Ärzten und Wissenschaftlern, die im Sinne einer seriösen Aufklärung des tatsächlichen medizinischen Sachverhaltes der Öffentlichkeit ihre fachliche Expertise im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie zur Verfügung stellt. Ly ist an der Lösung großer Problemstellungen im Gesundheitswesen interessiert und kritisierte die deutsche Bundesregierung bereits im Jahr 2016 im Zusammenhang mit Infektionskrankheiten durch die Massenmigration.

 

Artikel von Siri Sanning:

Unsere Gastautorin Siri Sanning hat im Rahmen von Wochenblick schon folgende Sachartikel zum Thema Corona veröffentlicht.

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