Obwohl der Grün-Politiker Christoph Chorherr in den Millionenskandal rund um die Wiener Magistratsabteilung 21a involviert ist, wird seine Partei förmlich in die „Regierung geschrieben“ und lieber über FPÖ-Skandale berichtet.

Eine Reportage von Christian Seibert

„Grüne Gefahr“ für Österreich

Können Sie sich eigentlich noch an die Ibiza-Affäre erinnern? Ja? Welchen Einfluss hatte dieses Ereignis eigentlich auf die österreichische Innenpolitik? Nun ja, der Vizekanzler ist zurückgetreten, eine Regierung wurde gesprengt und nun setzt Sebastian Kurz Österreich wohl der „grünen Gefahr“ aus.

Durch eine Koalition der ÖVP mit der Öko-Verbotspartei drohen neue Steuern, offene Grenzen und allerhand Verbote. Doch stellen Sie sich einmal vor, wie anders die Situation gewesen wäre, wenn die von den linken Medien gehypten Grünen gerade einen Riesenskandal zu verantworten gehabt hätten. Oder was medial los wäre in diesem Land, wenn so eine Skandal-Partei gerade in Regierungsverhandlungen eingetreten wäre?

In genau so einem Moment befinden wir uns gerade, denn die Grünen hatten jüngst einen Korruptionsskandal zu verantworten, der mit wenigen Ausnahmen vom medialen Mainstream verschwiegen wurde.

Steuergeld verschwenden

In der Wiener Magistratsabteilung MA 21A, die von einem Vertrauten von Ex-Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou geleitet wird, sollen hohe Summen von Steuergeld in einen Verein geleitet worden sein, dem lange Zeit der Grün-Politiker Christoph Chorherr vorstand.

Den acht Beschuldigten drohen Haftstrafen bis zu zehn Jahren! Man stelle sich nur vor, was in Österreich los wäre, wenn nur ein einziger Punkt aus HC Straches alkoholschwangeren Ankündigungen auf Ibiza im Jahr 2017 unter Türkis-Blau in Angriff genommen worden wäre. Wir hätten es medial wohl mit einer erregten Dauerberichterstattung zu tun, welche die Regierungskrise im Mai wohl noch bei weitem überbieten würde.

Doch warum berichten Standard, Falter und Co. in diesem Fall nicht? Weil es persönliche Verflechtungen zwischen den (laut Eigendefinition) unabhängigen Journalisten und der Grünen Partei gibt? Dem „Wochenblick“ wurde erst kürzlich von Falter-Chefredakteur Florian Klenk unterstellt, eine „Parteizeitung“ zu sein. Doch wie verhält es sich mit dem Aufdeckungsbemühen Klenks im Falle des Riesenskandals in der Magistratsabteilung für „Flächenwidmung“? Schweigen im Walde! Und haben Sie sich schon einmal gefragt, mit wem Florian Klenk eigentlich gerne auf Urlaub fährt? Fragen Sie den Herrn mal, liebe Leser…

Sidlo statt Chorherr

Aber zurück zum Thema: Es scheint fast so, als wollten die ach so seriösen „Qualitätsjournalisten“ den sicher scheinenden Regierungseinzug ihrer Lieblingspartei auf gar keinen Fall gefährden. Die Zustände in der MA 21A sind jedenfalls ein Sittenbild für die Grünen. Generell gilt, dass Linke in Regierungsverantwortung mit Korruption und Misswirtschaft korrelieren – auch, wenn sie das Rechtskonservativen gerne anlasten. Die Causa rund um die Bestellung von Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG zeigt eindrucksvoll auf, wie ungerecht linke Medien agieren. Wann haben diese denn über die tausenden rot-schwarzen Postenbesetzungen im öffentlichen Dienst oder im staatsnahen Bereich berichtet?

Würde es eine objektive Darstellung des grünen Skandals insbesondere im zwangsgebührenfinanzierten ORF geben, dann wäre das zweistellige Ergebnis der „Verbotspartei“ bei den Nationalratswahlen 2019 jedenfalls unmöglich gewesen.

„Grünes Ibiza“ wird medial totgeschwiegen

Eines ist jedenfalls augenscheinlich: Wäre das „grüne Ibiza“ medial ähnlich geahndet worden wie die Vorgänge auf der spanischen Baleareninsel, dann wäre für die Grünen jedenfalls heute kein Platz in einer österreichischen Bundesregierung…

Und wer die Zustände im rot-grün regierten Wien analysiert, dem kann nur angst und bange um die Zustände in Österreich werden, sobald die Grünen regieren. Der einzige Unterschied? Das „grüne Ibiza“ wird medial totgeschwiegen. Umso mehr müsste die Rechte danach trachten, diese Mainstream-Medien konsequent zu boykottieren und auf freie Alternativen zu setzen. Damit der öffentliche Diskurs durch Chorherr und nicht durch Sidlo bestimmt wird…