Schon wieder tritt genau das ein, was es laut den vollmundigen Beteuerungen der Politik doch nie geben dürfte: Menschen werden diskriminiert und verlieren sogar ihre berufliche Existenz, weil sie sich nicht impfen lassen wollen: In Dessau (Sachsen-Anhalt) wurden sieben Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes gefeuert, nachdem sie sich der Aufforderung ihres Arbeitgebers widersetzt hatten, sich den Pfizer/Biontech-Impfstoff spritzen zu lassen.

Das ambulante Pflegeunternehmen hatte den widerspenstigen Angestellten ein Ultimatum gesetzt, bis zu dem sie sich zu impfen hätten. Doch diese wollten sich nicht erpressen lassen. Nach fruchtlosem Verstreichen der Frist feuerte die Geschäftsleitung die sieben Frauen mit sofortiger Wirkung. Gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) erklärte die Firma anschließend, es gehe ihr darum, sicherzustellen, dass „kein Patient von umgeimpftem Personal versorgt“ würde.

Wortbrüchige Politiker

Ein ungeheuerlicher Vorgang, der allem zuwiderläuft, was von den Regierenden seit Beginn der Pandemie immer wieder versprochen worden ist: Dass es nämlich weder eine Impfpflicht geben werde, noch jemals zu Nachteilen für Nichtgeimpfte. Die Realität sieht jetzt schon genau anders aus.

Schuld an der fatalen Entwicklung sind auch wortbrüchige Politiker wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die zusätzlich Öl ins Feuer gießen: Söder legte vergangene Woche mit seinem Vorstoß zugunsten einer Impfpflicht für Pflegeberufe erstmals Axt an das Tabu. Seitdem häuften sich verstörende Fälle, von disziplinarischen Konsequenzen für impf-unwillige Bundeswehrsoldaten bis zu mit Kündigung bedrohten Arbeitnehmern – etwa im Fall einer Zahnarzthelferin aus Bayern.

Juristen kritisch

Die Entlassung der sieben Frauen in Dessau ist nun der erste tatsächlich vollzogene Fall einer Kündigung wegen „Impfverweigerung“. Juristen bezweifeln allerdings, dass diese arbeitsrechtlich Bestand haben wird. Zumal es sich bei den Frauen um alles andere als kategorische Impfgegner handelt. Einige der Pflegerinnen erklärten, sie würden sich durchaus gegen Corona impfen lassen; allerdings wollten sie „ein bisschen Bedenkzeit“. Man wolle selbst entscheiden, wann es so weit ist. Ein vollkommen legitimer Standpunkt – der im heraufziehenden globalen Corona-Impfregime aber offenbar bald als Verbrechen gilt. (DM)