Der 74-jährige Amerikaner Richard Terrell ließ sich mit dem bisher als zuverlässig geltenden Impfstoff von Johnson & Johnson impfen, in der Hoffnung, wieder ein normales Leben führen zu können, zumal er in seinem Alter auch der Risikogruppe angehört. Doch stattdessen brach bei Terrell ein schmerzhafter Hautausschlag aus, der dazu führte, dass sich fast am ganzen Körper seine Haut abschälte.

Von Franziska Bernhard

Nach nur vier Tagen bemerkte der bisher kerngesunde Pensionist aus dem US-Bundesstaat Virginia ein erstes Jucken. „Zuerst kratzte es mich ein wenig unter den Achseln, aber ein paar Tage später hatte ich überall einen roten Ausschlag, meine Beine schwollen an und meine Haut wurde krebsrot“, so Terrell. „Immer, wenn ich mich auch nur ein bisschen bewegt habe, hatte ich stechende Schmerzen und ein ständiges Brennen auf der ganzen Haut. Durch die enormen Schwellungen platzte die Haut auf und schälte sich ab.“

Fünf Tage im Krankenhaus

Kaum beim Dermatologen, ließ der ihn sofort in die Notfallambulanz des örtlichen Krankenhauses in Goochland verbringen. Dort betrachtete Dr. Fnu Nutan den Patienten und führte den Ausschlag auf die jüngst verabreichte Impfung zurück. Gleichzeitig bestätigte der Mediziner, dass Richard Terrell gesund sei und keinerlei Vorerkrankungen habe. Es liege wohl an seiner genetischen Verfassung, dass sein Körper so extrem auf die Impfung reagiert.
Der bisher rüstige Senior musste fünf Tage im Krankenhaus bleiben, bevor er nach Hause entlassen wurde. „Ich bin aber immer noch sehr schwach und werde wohl noch eine ganze Weile brauchen, bis ich mich erholt habe“, so Terrell zur britischen Sun.

Sicherer als AstraZeneca?

Allergische Reaktionen von Haut und Organen sollen einem Bericht nach gar nicht einmal so selten sein. Immerhin leiden fast zehn Prozent der Probanden unter Fieber, auch Hautrötungen, Reizungen und Schwellungen sollen „völlig normal“ sein. Johnson & Johnson ist der in den USA am meisten verabreichte Impfstoff und galt bisher als relativ sicher und weniger gefährlich als der katastrophale AstraZeneca, der in den meisten europäischen Ländern schon gar nicht mehr vergeben werden darf – außer in Österreich.

 

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