Diverse europäische Regierungen überbieten einander mit Schauermärchen und versuchen, ihre Bürger zu guter Letzt mit der Warnung vor Virus-Mutationen in Angst und Schrecken zu versetzen. Man dürfe die Maßnahmen nun nicht lockern, sonst droht eine dritte, besonders tödliche Welle, so die Logik. Widersprochen wird dieser Darstellung aber nun von unerwarteter Stelle – nämlich von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Im dänischen Staatsfernsehen bestätigte kein Geringerer als der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans-Henri Kluge, dass die Pandemie wohl schon in wenigen Monaten völlig vorüber sein wird. Einschneidende Maßnahmen hält er dann nicht mehr für sinnvoll: „Es wird weiterhin ein Virus geben, aber ich glaube nicht, dass Einschränkungen nötig sein werden. Das ist eine optimistische Aussage.“ Und er ist nicht die einzige Stimme aus der WHO, die eine Art Entwarnung gibt.

Mutationen egal: Starker Rückgang bei Corona-Fallzahl

Denn die Zahlen lügen nicht – und so bleibt der Weltgesundheitsorganisation, sonst eher als Mahnerin vor der angeblichen Gefahr des Coronavirus, eine „Entspannung der Pandemielage“ zu bestätigen. Denn weltweit gehen die Infektionen – und das trotz regelrechter Test-Orgien in einigen Ländern – die sechste Woche in Folge zurück. Gab es noch im Jänner rund um den Globus täglich noch über 700.000 testpositive Fälle pro Tag, sind es mittlerweile nur mehr etwa die Hälfte.

Dass man stattdessen Angst vor Mutationen haben müsse – in Österreich riegelte man wegen der Angst vor der „südafrikanischen Variante“ sogar ein ganzes Bundesland ab – verneint wiederum Kluge. Er bestätigt, dass diese „normal“ seien und keinesfalls dazu führen würden, dass das Virus außer Kontrolle gerate. In Wirklichkeit würden die Zahlen nämlich auch in Ländern mit hohen Mutationsinzidenzen ebenso schnell wie anderswo fallen. In Südafrika waren dies etwa 33 Prozent innerhalb nur einer Woche.

Nicht Impfung, sondern Herdenimmunität verantwortlich?

Der Grund ist dabei aber nicht etwa die von Regierungen und ‚Experten‘ weltweit zum Allheilmittel erkorene Impfung – denn diese erhielt bislang nur ein Bruchteil der Menschen um den Erdball. Vielmehr greife in immer mehr Ländern eine langsam einsetzten Herden-Immunität. Laut n-tv betrifft die Besserung dabei vor allem die USA, Schweden und Brasilien. Diese verzichteten lange Zeit auf strenge Lockdown-Maßnahmen.

Außerdem führe die natürliche Mutation von Viren dazu, dass diese eben auch harmloser werden können. Dass Pandemien durch weniger ansteckende und/oder weniger starke Mutationen allmählich enden, war bereits historisch zu beobachten. Sogar die gefürchtete spanische Grippe, die über 50 Millionen Menschen hinweg raffte, verlor so bald nach der zweiten Welle ihren Schrecken. Der Erreger schwächte sich auf ein normales Influenza-Virus ab, der heute für die meisten Menschen nicht lebensbedrohlich ist.

Studie wies geringe Letalität nach, warnte vor Lockdowns

Für das Coronavirus trifft dies ungeachtet der strengen Maßnahmen bereits heute zu. Wie etwa der renommierte Epidemiologe John P. Ioannidis in einer Studie aufschlüsselte, liegt die Letalität von Covid-19 selbst bei über 75-jährigen außerhalb von Pflegeheimen bei nur etwa zwei Prozent. Jüngere Patienten waren in der Totenstatistik sogar vernachlässigbar, die Todesrate sank auf 0,2 Prozent für Hochrisiko-Patienten unter 65 Jahren und 0,01 Prozent für gesunde Leute im arbeitsfähigen Alter – Wochenblick berichtete.

Stattdessen befürchtete er, dass die Lockdowns zu schweren Kollateralschäden führen, etwa weil schwer kranke Patienten ihre Therapien nicht fortsetzen können oder nicht mehr zum Arzt gehen. In einer späteren Studie arbeitete er mit Kollegen der Elite-Uni Stanford heraus, dass harte Lockdowns in neun von zehn untersuchten Ländern keinerlei besseren Ergebnisse bei der Pandemiebekämpfung aufwiesen als Maßnahmen, die rein auf der Empfehlung von Verhaltensregeln basierten.