Im ehemaligen Öl-Bohrloch begann der Badebetrieb. „Ohne die Heilquelle hätte die Gemeinde einen anderen Weg genommen“, ist Bürgermeister Gerhard Baumgartner überzeugt.

Die Entdeckung der Heilquelle in Schallerbach war ein großes Glück für den Ort. Ohne sie hätte er sich anders entwickelt. Denn wäre dort wirklich das gesuchte Öl statt Schwefelwasser gefunden worden, würden heute Pumpen und nicht ein Bad auf der Trattnach-Wiese stehen.

Eine Reportage von Kurt Guggenbichler

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Turbulenter Beginn

„Schon schön hier – nicht?“ Die Frage der Frau, die an einem Nachbartisch sitzt, trifft mich unvermittelt. Daher antworte ich nur mit einem Lächeln und einem Nicken. Offensichtlich hatte sie meinen Blick bemerkt, der wohlgefällig das Ortszentrum von Bad Schallerbach musterte. Auf der Terrasse des Parkhotels Stroissmüller, auf der ich die Zeit bis zu meinem Treffen mit Bürgermeister Gerhard Baumgartner bei einem Capuccino überbrücke, habe ich gewissermaßen einen Logenplatz:

Von dort aus habe ich das Geschehen auf der „Kurortbühne“, den Platz vorm Rathaus, gut im Blick. Bad Schallerbach, das ich schon seit meiner Kindheit durch die Badeausflüge mit meinen Eltern kenne, hat sich tatsächlich herausgemacht. Zum Glück ist daraus kein Schicki-Micki-Kurort geworden, sondern eine lebenswerte wie auch adrette Kleinstadt mit Flair, mit vielen kleinen Geschäften, einem großen Dienstleistungsangebot. Darüber hinaus ist der Ort von üppigem Grün durchzogen.

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Susanne Hinterberger betreibt in der Badgasse in Bad Schallerbach den Spiele- und Geschenkeladen „Kunterbunt“.

37 Grad warmes Schwefelwasser

Im Grünen lag Schallerbach auch schon vor 100 Jahren als es noch eine Streusiedlung der Gemeinde Schönau war mit einigen Weilern und sehr vielen Wiesen. Auf der Trattnachtalwiese wurde im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs nach Öl gebohrt. Doch heraus kam 37 Grad warmes Schwefelwasser. Es schoss erstmals am 16. November 1918 mit einer Stärke von 60 Litern pro Sekunde aus 481 Metern Tiefe an die Oberfläche, wo es einen großen Tümpel bildete und von dort durch einen Graben zur Trattnach hinunterfloss.

Überraschende Entdeckung

Doch die Begeisterung über den Fund hielt sich in Grenzen. Eher war Enttäuschung zu spüren. Als aber die ersten Männer und Frauen wild in dem Schwefelwassertümpel zu baden begannen und berichteten, dass sie dadurch ihre Gicht- und Rheumaschmerzen wegbekommen hätten, wurde der Zulauf schnell größer.

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