Am 30. Dezember 2011 überfiel ein Räuber-Duo in Frauenkleidern einen Juwelier in der Wallensteinstraße in Wien-Brigittenau. Jetzt konnten die Täter – neun Jahre später – durch DNA-Tests in England ausgeforscht werden! Es handelt sich um rumänische Staatsbürger.

Es war ein brutaler Überfall. Unmittelbar nachdem die Rumänen das Geschäftslokal betraten, attackierten sie den Angestellten (32) mit einem Reizgasspray und einem Maurerfäustel.

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Fall wurde ruhend gelegt

Der Angestellte wehrte sich heftig gegen den Angriff und konnte einem der Täter Perücke und Frauenkleider entreißen. Die Rumänen erbeuteten mehrere, teure Schmuckstücke und flüchteten zu Fuß, während der Angestellte verletzt im Geschäft zurückblieb. Die Polizei entnahm DNA-Proben von den Kleidungsstücken, doch in den Datenbanken schienen die Täter nicht auf. Aufgrund fehlender Ermittlungsansätze legte die Polizei den Fall später ruhend.

In englischer DNA-Datenbank gefunden

Im Jänner 2020 kam plötzlich die Treffermeldung aus England. Die britische Polizei konnte die damals sichergestellte DNA einem 30-jährigen Rumänen zuordnen, der mittlerweile in England sein Unwesen trieb.

Das Landeskriminalamt Wien nahm daraufhin erneut die Ermittlungen auf und konnte mehrere Fotos des 30-Jährigen im In- und Ausland sicherstellen. Daraufhin wurde ein europäischer Haftbefehl gegen den Rumänen erwirkt.

In Deutschland festgenommen

Ende Juni wurde der Rumäne dann in Deutschland festgenommen. Der 30-Jährige zeigte sich geständig und verriet dabei auch seinen 31-Jährigen Mittäter.
Dieser war bereits 2014 wegen eines versuchten Juwelierraubs in Wien festgenommen worden und zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er verbüßt seine Haft derzeit in Rumänien.