Um 12 Uhr Mittag wurden auch mehrere Gemeinden auf der Vorarlberger Seite des Arlberg-Gebietes abgeriegelt.

Wie der ORF berichtet, gilt die Maßnahme, welche direkt von Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) verkündet wurde, vorerst bis 3. April. Betroffen davon sind die Gemeinden Lech (einschließlich Zürs), Warth, Schröcken sowie die Ortschaft Stuben (Gde. Klösterle). Grund für den drastischen Schritt ist das Auftreten von fünf neuen Infektionen in Lech alleine am Montag.

Keine Ausreise: Auch Gäste im Ort in Quarantäne

Bereits zuvor wurden in der Öffentlichkeit Stimmen laut, ein solches Mittel zu ergreifen. Denn zumindest ein Teil der Orte befinden sich in einem gemeinsamen Skigebiet mit St. Anton, der Ort im Tiroler Stanzertal befindet sich schon seit Freitag in Generalquarantäne. Für Kritik hatte dabei gesorgt, dass dies nur für den Hauptort galt, nicht aber für den Weiler St. Christoph direkt am Arlbergpass.

Im Gegensatz zur Tiroler Praxis, wo man ausländische Gäste zur Ausreise bat, sind die Vorarlberger Orte nunmehr völlig abgeriegelt. Auch Gäste, welche sich noch in den Orten befinden, müssen sich in Quarantäne begeben, dürfen nicht mehr ausreisen. Als Ausnahme für die völlig Ausgangssperre gelten lediglich Wege, welche zur Versorgung notwendig sind.

Quarantäne auch für bereits abgereiste Personen

Nicht zuletzt weil Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) von einer 20-mal so hohen Dunkelziffer ausgeht, gehen die Maßnahmen in den Voralberger Orten noch weiter. Wer auch immer sich in den vergangenen 14 Tagen im Gebiet aufhielt, muss ebenfalls in häusliche Quarantäne – und zwar nicht nur als Empfehlung, wie Wallner unterstreicht.

Freiwillig ist unterdessen vorerst die Quarantäne von deren Kontaktpersonen, insofern diese keine Infektion aufweisen. Jedenfalls unternehme man „alles, um das Virus einzudämmen“. Damit setzt auch das westlichste Bundesland nun auf Transparenz – ursprünglich hatte es als Einziges seine Fälle nicht nach Bezirk aufgeschlüsselt.