Wer sind eigentlich die Menschen hinter jener Zeitung, die von Politikern des linken Spektrums und von Medien des Mainstreams ständig unter Beschuss stehen? Wie sieht die Arbeit in der Redaktion aus, in der täglich geschrieben wird, was andere verschweigen wollen? Wir zeigen es Ihnen…

Manchmal muss ich richtig lachen, wenn ich morgens vor der Tür zur Redaktion stehe und daran denke, wie sich viele Linke die Welt und vor allem die Menschen dahinter ausmalen. Auch um Ihnen, liebe Leser, einmal zu zeigen, wie es an Bord des Flaggschiffs der freien Medien tatsächlich zugeht, haben wir uns überlegt, Sie einfach mal einen Tag lang mitzunehmen und uns vorzustellen. In diesem Sinne: Mein Name ist René Rabeder, ich bin Chef vom Dienst beim Wochenblick und heute Ihr Tour-Guide. Es ist 8:55 Uhr und wir öffnen jetzt die Tür zur Redaktion. Willkommen an Bord! – Wir haben viel vor. Begrüßt werden wir vom bezaubernden Lächeln unserer jüngsten und neuesten Kollegin, Martina Klaric. Sie ist auch für unsere Aboverwaltung zuständig und somit Ihr erster Ansprechpartner bei Fragen und Anregungen.

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Slam Dunk für die Redaktion

Um 9:15 Uhr starten wir mit unserer morgendlichen Redaktionskonferenz. Bleibt uns also noch kurz Zeit, die Besatzung schon mal vorzustellen. Das erste Büro teilen sich unsere beiden deutschen Kollegen: Redakteurin Laila Mirzo und der stellvertretende Chefredakteur Johannes Schüller. Laila ist in Syrien geboren und 1989 mit ihrer Mutter nach Deutschland gezogen. Wir können uns glücklich schätzen, dass sie damals nicht Basketball-Profi geworden ist. Immerhin war sie schon mit der späteren NBA-Legende Dirk Nowitzki in einer Auswahl! Seit einigen Wochen schreibt die Autorin und Islam-Expertin für den Wochenblick und begeistert unsere Leser mit ihrer teilweise bissigen Kolumne „Rauchzeichen vom Weib“. Johannes ist in Chemnitz aufgewachsen und hat Geschichte, Germanistik und Literaturwissenschaften mit Schwerpunkt Kulturjournalismus studiert. 2008 erhielt er den Jungautorenpreis der Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“. Für den Wochenblick kam er nach Österreich und baute hier unsere reichweitenstarke Internet-Berichterstattung auf.  Ein paar Meter weiter sitzt unser Grafiker, Hartwig Eder. Dieser kümmert sich sowohl um das Layout der Zeitung, als auch um die Bebilderung sämtlicher online und offline Artikel. Trotz dieser Mammut-Aufgabe, die er täglich alleine bewältigt, ist Hartwig meist gut gelaunt und immer für ein einen Scherz oder für kurzen Smalltalk zu haben. Heute hat er aber noch keinen Kaffee getrunken, also lassen wir ihn noch etwas in Ruhe seine Arbeit erledigen und gehen eine Tür weiter, zum Chef.

Erfahrene Journalisten

Christian Seibert ist seit März 2018 Chefredakteur des Wochenblicks. Wertvolle Erfahrungen konnte er auch bei seiner beruflichen Tätigkeit im öffentlichen Dienst sammeln. Das journalistische Handwerk erlernte er zuerst bei den OÖ Nachrichten und war jahrelang selbstständig als PR-Berater tätig. Im Rahmen seiner Ausbildung an der Journalistenakademie Oberösterreich wurde er 2009 von Landeshauptmann Josef Pühringer und dem Raiffeisen-Generaldirektor Ludwig Scharinger mit dem Jungjournalistenförderpreis ausgezeichnet. Berufsbegleitend absolvierte Seibert den Universitätslehrgang „MBA in General Management“ an der Fachhochschule Burgenland und ist als „akademischer PR-Berater“ auch Absolvent der Donau-Universität Krems. Christian ist aber nicht nur fachlich ein Chef, zu dem man aufschauen kann. Obwohl er buchstäblich 24 Stunden am Tag für den Wochenblick lebt und vom kleinsten Bericht in der Zeitung bis zu Interviews mit Spitzenpolitikern alles unter Kontrolle hat und überwacht, erledigt er alle seine zahlreichen Aufgaben mit viel Humor und ansteckender Freude an der Arbeit. Und heute kommt zum „normalen“ Alltag in der Redaktion auch noch eine Ausgabe „WB-Live“, unsere Diskussions-Show auf Facebook, dazu, die Seibert moderieren wird.

Freude an der Arbeit

Ein letztes Büro gibt es noch. Hier arbeiten Redakteur Julian Utz und meine Wenigkeit. Julian ist seit Oktober 2018 beim Wochenblick an Bord. In Linz studiert er an der Johannes-Kepler-Universität Germanistik, Psychologie und Philosophie. In der Vergangenheit schrieb er auch schon für andere Web-Blogs und Zeitschriften. Neben seinem Studium geht der Lyrik- und Filmliebhaber auch gerne öfters in die Linzer Eishalle zu einem Black Wings Spiel. In unserer Print-Ausgabe ist er für die Mediathek verantwortlich. Wie wir alle, schreibt er täglich Artikel für unser Online-Portal und kümmert sich um den technischen Ablauf und Zeitplan der Veröffentlichungen. Was es heute zu tun gibt, besprechen wir jetzt – es ist 9:15 Uhr. höchste Zeit für die Konferenz. In unserer Morgensitzung analysieren wir die aktuelle Nachrichtenlage und schauen uns an, was wir über den Tag berichten werden. Sieben Artikel sind es mindestens jeden Tag, die wir veröffentlichen. Nicht zuletzt durch die spannende innenpolitische Lage gibt es natürlich auch immer neue Entwicklungen, die wir genau beobachten. Jeder Redakteur liefert Themenvorschläge und wir diskutieren gemeinsam, ob, wann und wie wir berichten. Heute muss das alles aber ein bisschen schneller gehen, da der Redaktionsschluss der Zeitung schon ansteht und wir mit Hochdruck noch letzte Recherchen durchführen und noch an den Texten feilen müssen. Und nebenbei sind auch schon die Techniker im Haus und bereiten unser TV-Studio für den Abend vor. Gehen wir zurück zu Hartwig und sagen ihm, was wir heute alles an Bildern brauchen. Ich werde zwei Geschichten schreiben und brauche bei beiden eine etwas aufwendigere Bildkollage. Dazu kommt noch der von mir geschriebene Wochen-Schwerpunkt, der auch noch grafisch gestaltet werden muss. Kein Problem für Hartwig, der mittlerweile natürlich auch seinen Kaffee getrunken hat.

Alles im Blick behalten

So herrscht für ein paar Stunden hektischer Redaktionsalltag und aus allen Ecken hört man das Tippen in die Computertasten, aber auch viele Gespräche. Kommunikation ist das Wichtigste in einer Nachrichtenredaktion. Besonders kommunikativ ist unser Vertriebsleiter Christian Raffetseder, der gerade, es ist knapp nach Mittag, von seinen Vormittags-Terminen zurückkehrt und uns hoffentlich berichten wird, dass er wieder ein paar Abos abschließen oder auch Inserate verkaufen konnte. Was ist eigentlich die nächsten Stunden meine Aufgabe als CvD, neben dem Verfassen von Artikeln? Ich kümmere mich um den Ablauf in der Redaktion, schau darauf, dass alle Texte, also auch jene unserer rasenden Reporter unterwegs, Kurt Guggenbichler und Conny Kirchweger, rechtzeitig da sind. Profis, die über so viel Erfahrung verfügen wie die beiden, machen mir diesen Job aber leicht. Erfahrungen mit der Arbeit in Redaktionen konnte ich selbst auch schon sehr viele sammeln. 1997 begann ich beim Regionalfernsehen zu arbeiten. „OÖ-Vision“ hieß das damals – und wurde später über Umwege zu LT1.

Einsatz im Drogen Hot-Spot

Es ist 15 Uhr. Alle Geschichten, die wir heute bislang veröffentlicht haben, werden bereits fleißig in sozialen Netzwerken geteilt und kommentiert. Zeit für eine kurze technische Probe im WB-Live Studio. In wenigen Stunden kommen die ersten Gäste. Ich muss dann schnell weg. Eine Leserin hat uns von untragbaren Zuständen erzählt. Vor ihrem Geschäft würden seit Monaten Banden von Schwarzafrikanern ganz offen mit Drogen dealen. Selbst die Polizei sei überfordert. Ich werde mir die Lage vor Ort anschauen, mit der Anrainerin sprechen und versuchen, ein paar Fotos zu machen. Vielleicht gelingt mir sogar ein Schnappschuss eines Drogen-Deals? Einen ausführlichen Bericht über die Linzer Drogen Hot-Spots lesen Sie bereits in einer der kommenden Ausgaben. Um 17:30 Uhr, gerade zurück in der Redaktion und kurz bevor der erste Gast ins Studio kommt, erreicht uns noch eine Eilmeldung. Johannes kümmert sich darum. Blitz-Recherche, Artikel verfassen und veröffentlichen.

Hochkarätige Gäste

Pünktlich um 18:00 Uhr treffen dann auch schon unsere hochkarätigen Diskutanten, unter anderem Andreas Mölzer, Peter Westenthaler und Marcus Franz, ein und werden von Christian Seibert persönlich in seinem Büro in Empfang genommen, um sich intensiv auf die Show vorzubereiten. Um 19:00 Uhr geht es dann los. Am Ende werden wieder insgesamt rund 80.000 Leute zusehen. Nach der Sendung gibt es noch eine erste Analyse und Nachbesprechung. Um kurz vor Mitternacht geht der letzte raus. Noch knapp neun Stunden bis zur Redaktionssitzung…