Am 1. Oktober schrillen wieder über 8.200 Sirenen durch ganz Österreich. Der Zivilschutzprobealarm soll aber nicht nur testen ob die Alarmsignale flächendeckend funktionieren, sondern auch die Bevölkerung für den Zivilschutz sensibilisieren.

Bei Begriffen wie „Zivilschutz“, „Notvorräte“ und „Katastrophenfall“ ertappt man sich schnell dabei, an einen atomaren Unfall oder an Krieg zu denken. Der Präsident des Oberösterreichischen Zivilschutzes, Mag. Michael Hammer betont aber: „Wir gehen immer von dem eintrittswahrscheinlichsten Szenario aus. Der Zivilschutzverband bereitet sich hier  auf Umweltkatastrophen wie Überflutungen oder ein Blackout, einen überregionalen Stromausfall, vor.“

Zivilschutzmaßnahmen gegen Terror nicht sinnvoll

Zivilschutz als Terrorvorsorge sei nicht sinnvoll: „Natürlich gibt es eine gewisse terroristische Bedrohungslage, aber Zivilschutz ist eine permanente Angelegenheit.  Terrorangriffe sind sehr lokal, da fallen keine großen Strukturen aus, da muss niemand auf seine Reserven zurückgreifen.“ Konkret gilt es laut Empfehlung, seine Familie für die Dauer von 7-10 Tagen versorgen zu können. Wichtig sind auch ein Batterieradio, eine Lichtquelle und eine Notkochmöglichkeit.

Von Hamsterkäufen wird abgeraten

Von Hamsterkäufen und der Vorbereitung auf eine monatelange Isolation hält Hammer aber nichts: „Ein Szenario bei dem man für Wochen autark sein muss, halte ich für unrealistisch. Ein Ziel der Katastrophenbekämpfung ist es ja auch, das öffentliche Leben und die Normalität wiederherzustellen.“ Als perfektes Datum für die Überprüfung und Aufstockung seiner Vorräte schlägt Michael Hammer – mit einem Augenzwinkern – den Zivilschutztag am 1. Oktober vor.

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