afd konferenz freie medien
Im zielorientierten Dialog: MdB Uwe Schulz, Michael Stürzenberger von "PI-News", MdB Peter Bystron und Dr. David Berger von "Philosophia Perennis" (v.l.nr.).

Vergangenen Samstag fand im deutschen Bundestag der erste Kongress der freien Medien statt. Problemfelder in der Kommunikation zwischen freien Medien und der AfD wurden von mehr als 100 Teilnehmern diskutiert und Lösungsansätze angedacht.

Die Tatsache, dass der Kongress im großen Konferenzsaal des Marie-Elisabeth-Lüders-Haus im Bundestag stattfinden konnte, bedeutet eine ungeheure Aufwertung der freien Medien.

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Mainstream freute sich zu früh

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung wurde der Auftritt des international bekannten Publizisten und US-amerikanischen Ex-Breitbart Journalisten Milo Yiannopoulos als offizieller Gast der AfD-Fraktion abgesagt.

Mainstream-Medien wie der „Spiegel“ und Co. hatten sich jedoch zu früh gefreut. Der Stargast aus den USA kam trotzdem in ein Berliner Restaurant und wurde von den anwesenden Journalisten und Medienmachern gefeiert. Anfangs hatten die Querschüsse innerhalb der AfD-Bundestagsfraktion um das Treffen und die Ausladung von Yiannopoulos an den Nerven vieler Teilnehmer gezehrt. Während der Veranstaltung bekräftigten viele Journalisten und Blogger, sich keineswegs als AfD-Hofberichterstatter zu sehen, sondern offen, unvoreingenommen und nötigenfalls auch kritisch über die junge patriotische Partei berichten zu wollen.

Zahlreiche AfD-Bundestagsabgeordnete

Als der deutsche AfD-Bundestagsabgeordnete Udo Hemmelgarn den Kongress mit einer Lobrede auf die freien Medien eröffnete und die Verdienste der Vertreter eines ehrlichen, ideologiekritischen und nicht-gleichgeschalteten Journalismus in höchsten Tönen lobte, war der Bann endgültig gebrochen.

Für die Meinungsfreiheit in Deutschland

Neben Hemmelgarn waren auch die AfD-Bundestagsabgeordneten Nicole Höchst, Uwe Schulz, Jürgen Braun, Peter Boehringer und Petry Bystron beteiligt. Martin Renner, ebenfalls Mitglied des Bundestages, begeisterte mit einer großartigen Rede zur Lage des Journalismus in Deutschland und schloss diese mit den Worten:

„Sie, die Vertreter der freien alternativen Medien sind schon durch ihre bloße Existenz Teil einer gesellschaftlichen Gegenstrategie zur Bewahrung einer freiheitlichen Demokratie! Indem Sie die Mainstreammedien Ihrerseits unter Beobachtung nehmen, indem Sie aufdecken, kommentieren und kritisieren, was dort an ‚HaltungÄ präsentiert wird. Halten Sie den gesellschaftlichen Diskurs offen und verhindern Sie die diskursfreie Herrschaft des bereits weitgehend etablierten politik-medialen-wirtschaftlichen Komplexes und bleiben Sie das Sprachrohr für den an der „res publica“ interessierten Bürger!“

Bei Youtube zensiert

In einer Örtlichkeit am Brandenburger Tor gab es zum Schluss noch eine Rede von Milo Yiannopoulos. Diese sollte per Livestream auf YouTube verbreitet werden, das Unternehmen unterbrach diesen jedoch nach kurzer Zeit einfach, da dies vermutlich zu brisant war.