Erster österreichischer Trinkwassertag

Laut Medienberichten soll Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache im Ibiza-Video auch ein mögliches privatwirtschaftliches Management des österreichischen Wassers thematisieren. Dies behauptet die Zeitung „Falter“, die ihre Wurzeln in der linksextremen Hausbesetzer-Szene hat.

„Auch beim Wasser habe ich dort ausdrücklich darüber gesprochen, das Wasser in der Verfassung zu verankern und schützen zu wollen und zum Eigentum des Volkes machen zu wollen, da es in Zukunft das ‚weiße Gold‘ werden wird“, betont indes Strache jetzt auf Facebook.

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Investmentbanker verdient an unserem Wasser

Laut der Rechercheplattform „addendum“ gab es indes bereits vor einiger Zeit eine kleine Form der Privatisierung. Eine Investmentbanker-Familie würde in Obertraun seit geraumer Trinkwasser abfüllen und als „Hallstein Water“ exportieren. Seitens der staatlichen Bundesforste habe es gemäß der Plattform eine Genehmigung zur privatwirtschaftlichen Nutzung des Wassers gegeben.

Aus vorliegenden Verträgen gehe hervor, dass das entsprechende Unternehmen neben einem Pachtzins von 20.000 Euro seit heuer pro Liter etwas weniger als einen Cent (0,0074 Euro pro Liter) an die Bundesforste zahlen würde. Gleichzeitig müsse es laut „addendum“ fünf Prozent des Gewinns abgeben. Die Bundesforste erklären indes laut „Wiener Zeitung“, es handele sich angeblich nicht um eine Privatisierung. Laut der Zeitung liegt ein „Wassernutzungsvertrag“ vor.

Naheverhältnis zur ÖVP?

Die Banker-Familie verdient daran offenbar sehr gutes Geld – und soll ein ungeklärtes Naheverhältnis zur ÖVP pflegen.

„Im vorliegenden Fall tauchte während der Recherchen zweimal am Rande die ÖVP auf: einmal in Gestalt des damaligen Pressesprechers von Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Florian Krenkel. Dem Grundbuch zufolge war dieser ursprünglich mit einer Beteiligung von 0,5 Prozent mit an Bord. Er ist mittlerweile ausgeschieden. Die Nähe der Familie (…) zur ÖVP zeigt sich auch an anderer Stelle: Ihre Firma spendete 2016 10.000 Euro für den Präsidentschaftswahlkampf von Andreas Khol. Es ist genau jenes Jahr, in dem der Pachtvertrag mit der Republik Österreich unterschrieben wird“, berichtet „addendum“.