Weil er keine Zigaretten bekam, rastete ein georgischer Asylwerber im Flüchtlingsheim in Baden völlig aus und griff eine Betreuerin an. Entgegen den Ankündigungen der Regierung nimmt zudem die illegale Einwanderung nach Österreich wieder stark zu.

Es war nicht das erste Mal, dass es mit dem 44-jährigen Georgier Probleme gab. Wegen körperlicher Übergriffe auf seinen Vater sowie wegen Ruhestörung war er der Polizei bereits bekannt. Ein 14-tägiges Betretungsverbot hatte er auch schon einmal ausgefasst. Nun gab es wieder Probleme mit dem Mann. Weil seine Betreuerin sich zwei Mal weigerte, ihm die verlangten Rauchwaren (Tabak oder Zigaretten) zu geben und er offenbar mit den als Substitut angebotenen Lebensmitteln unzufrieden war, rastete er völlig aus. Im Gang der Flüchtlingsunterkunft in Baden warf er mit einer Lebensmittelschachtel herum. Zudem entleerte und zerstörte der 44-Jährige einen Feuerlöscher.

Uneinsichtiger Randalierer

Als die Betreuerin von der Lebensmittelverschwendung und den Verwüstungen hörte, suchte sie zusammen mit einem Begleiter nach Begutachtung der Schäden den Tobenden in seinem Zimmer auf. Dieser zeigte sich gänzlich uneinsichtig und weigerte sich außerdem, sauber zu machen. Vielmehr beschimpfte er die Betreuerin auf russisch oder georgisch und verpasste ihr eine kräftige Ohrfeige. Als sie daraufhin ihren Begleiter bat die Polizei zu rufen, schlug der Asylwerber abermals zu.

Die nach rund 15 Minuten eintreffenden Beamten führten den Asylwerber schließlich ab. Bezüglich der Schläge teilten sie der Betreuerin mit, dass eine Ohrfeige keine Körperverletzung sei – zumal sie auch keine Kratzer oder Spuren im Gesicht hatte. Allerdings dürfte die Beamtin wohl kaum über die medizinische Kenntnisse verfügen, um eventuelle Verletzungen wie eine Prellung des Kopfes, die eine Ohrfeige durchaus zu einer Körperverletzung qualifizieren, sofort auszuschließen.

Anstieg von Asylwerbern um 90 Prozent

Empört über die Vorfälle zeigt sich der zuständige niederösterreichische Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ). Denn wegen des aggressiven Asylwerbers muss das Land nun Wachleute beauftragen, was wieder für zusätzliche Kosten sorgt. „Genau für derart verhaltensauffällige Leute wurde 2018 die Asylunterkunft in Drasenhofen konzipiert“, so Waldhäusl, der sich ärgert, dass es diese Möglichkeit nun nicht gibt.

Allerdings will er jetzt eine Überstellung des georgischen Asylwerbers in die Bundesbetreuung veranlassen. Im Bund dürfte man derzeit ohnehin alle Hände voll zu tun haben. Denn derzeit steigen die Asylzahlen wieder massiv an. Allein im März  stieg die Zahl der Asylanträge im 89,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Und womöglich stehen mehr vor der Tür: In Italien und Malta gab es im ersten Quartal um 121 Prozent mehr Ankünfte von Migranten!

Reisepass, Grüner Pass, Pass egal?

Trotz Corona – Reiseeinschränkungen gelten offenbar nur für gesetzestreue Bürger – wurde im ersten Quartal 2021 der höchste Wert von Asylansuchen seit 2017 gezählt, genau 5.024 Anträge, ein Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der überwiegende Teil (82 Prozent) der illegalen Migranten, die nach Österreich kamen – ob mit oder ohne Pass ist unklar, aber ganz sicher ohne Grünen Pass – waren männlich.

Den Herkunftsländern nach kamen die meisten aus Syrien, gefolgt von Afghanen und Marokkanern. Aber auch Somalier, Iraker und Türken befanden sich unter den Spitzenplätzen bei Asylanträgen. Während viele Österreicher offenbar nicht einmal ungestraft in die Nachbargemeinde fahren können, reisen Migranten ungehindert um den halben Globus.

Das könnte Sie auch interessieren: