Der Geisteszustand des europäischen Menschen ist mit Beginn des 21. Jahrhundert auf einem Tiefststand angekommen. Nicht, dass es den Menschen dabei nicht gut ginge. Und damit gemeint ist auch nicht, dass es keine außergewöhnlichen Genies oder immer neue Erfindungen der technischen Disziplinen gäbe. Aber die Masse beschäftigt sich nicht mehr mit Fragen des Lebens, Seins, und der Zukunft, sonder sorgt sich um künstlich erzeugte Probleme der Werbeindustrie.

Ein Bericht von Stefan Magnet

Totale Ablenkung

Die liberale, individualistische Gesellschaft ermöglicht alles und bindet an nichts. Totale Ablenkung. Diese Freiheit nutzt die Moderne nicht für eine Erhöhung, eine Weiterentwicklung, sondern der Mensch versinkt im Konsum, in der Reizüberflutung, in der geistigen Umnachtung und Zerstreuung.

Psychopathologische Störungsmuster

Der Psychologe Martin Altmeyer fasst in der TAZ den Ist-Zustand drastisch zusammen: „Epidemiologische Untersuchungen zur mentalen Verfassung westlicher Gesellschaften stimmen darin überein, dass im Verlauf des 20. Jahrhunderts eine epochale Verschiebung in den psychopathologischen Störungsmustern stattgefunden hat. Selbstwert und Bindungsprobleme, diffuse Ängste und depressive Verstimmungen, Süchte und Perversionen, so genannte Borderline-Persönlichkeitsstrukturen und narzisstische Störungen haben zugenommen.“

Umfassende, europäische Identitätskrise

Heute sei „das Leiden am Selbst“ bestimmend, und er klärt auf, welche Fragen Frauen und Männer heute gleichermaßen so quälen, dass sie psychisch krank werden: „Wer bin ich eigentlich? Wer will ich sein? Wie sehen mich die anderen und wie möchte ich gesehen werden?“ Diese Worte sind nichts anderes als die ärztliche Bestätigung für eine umfassende, europäische Identitätskrise.

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