Michael Ley ist renommierter Politikwissenschafter und Soziologe. Er hat eine Entwicklung vom Antisemitismus- und Faschismusforscher zum Islamkritiker vollzogen. Bekannt wurde er vor allem durch das Buch „Der Selbstmord des Abendlandes: Die Islamisierung Europas“ (2015, Osnabrück). Julian Utz traf den schreibseligen Professor in der Wiener Innenstadt zum Gespräch.

Ein Interview von Julian Utz

„Wochenblick“: Welche Denker haben Sie auf Ihrem universitären Lebensweg begleitet und vor allem welche geistigen Erkenntnisse?

Michael Ley: Ich habe mich jahrzehntelang mit der Erforschung des Totalitarismus beschäftigt, also Faschismus und Kommunismus als politische Religion mit absolutem Wahrheitsanspruch – und in dem Zusammenhang auch mit Antisemitismus.

Vor vielen Jahren merkte ich, dass es eine sehr große Ähnlichkeit und Parallelität gibt zwischen dem orthodoxen Islam, den ich im Sinne von Eric Voegelin auch als politische Religion bezeichnen würde, und den modernen europäischen Faschismen, also Nationalsozialismus, italienischer Faschismus und Kommunismus.

Alle drei haben im Grunde die gleichen Merkmale wie der Islam. Sie sind eine totalitäre Ideologie mit einem absoluten Wahrheitsanspruch und sind grundsätzlich mit demokratischen Verfassungsstaaten unvereinbar. Beim politischen Islam kommt hinzu, er ist mindestens genauso judenfeindlich wie der Islam selbst.

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