Sozialbetrug: Obdachlosenheim als Meldeadresse für reiche Migranten?

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Bewohner fahren in Berlin mit Luxuskarossen vor

Sozialbetrug: Obdachlosenheim als Meldeadresse für reiche Migranten?

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Eigentlich sind Obdachlosenheime für Menschen in akuten Notlagen gedacht. Dort erhalten sie Sozialleistungen und die Unterbringungskosten werden übernommen. In Berlin erhärtet sich allerdings zunehmend der Verdacht, dass sich nicht-bedürftige Migranten in den Heimen tummeln. 

So fahren beispielsweise in Schöneberg und Kreuzberg immer wieder Bewohner der jeweiligen Heime im 7er BMW, Audi A8 oder Porsche vor. Ein Insider der Heimbranche klärt auf: Diese Bewohner sind nicht bedürftig – sie brauchen nur eine Meldeadresse, um Sozialleistungen zu erhalten.

Er führt der “Abendschau” und “Brisant” gegenüber aus: „Manche zahlen dem Heim bis zu 600 Euro, damit sie aufgenommen werden und damit angemeldet werden. Mit einer Anmeldung gibt es dann auch Sozialleistungen, Hartz IV, Kindergeld.“

Die Leitung des Obdachlosenheims in Kreuzberg bestreitet derartige illegalen Geschäfte.

Dass der Sozialstaat Betrüger magisch anzieht, ist indes nichts Neues: Man erinnere sich an all die “Sammler” von gefälschten Identitäten, die in großem Stil Sozialhilfen abgreifen – der Rekordhalter in Österreich erhielt für sage und schreibe 52 Identitäten Gelder ausbezahlt. 

Matthias Steuckardt, Stadtrat für Soziales in Tempelhof-Schöneberg (CDU), hat das Phänomen der mit Luxuskarossen vorfahrenden Bewohner selbst beobachtet. Seiner Einschätzung zufolge sei auf Grundlage vorhandener Gesetze nicht nachprüfbar, ob bei diesen Antragsstellern bereits Vermögen vorhanden ist. Im Berliner Abgeordnetenhaus soll im Rahmen einer Novellierung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG) über die Schaffung solcher Möglichkeiten diskutiert werden.

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