„Sperrt das Land auf! Es ist höchste Zeit“ Mit dieser Forderung überraschte oe24-Senderbertreiber Wolfgang Fellner zu Beginn der dieswöchigen Diskussionsrunde „Fellner live“ mit Gerald Grosz und Sebastian Bohrn Mena, „denn zu Tode gefürchtet ist auch gestorben.“ Daher: „Weg mit den Masken!“

Von Kurt Guggenbichler

Fellner dürfte damit vielen Österreichern aus der Seele gesprochen haben, was auch der Unternehmer und Publizist Gerald Grosz bestätigte: „Die Stimmung ist gekippt“, konstatierte er, die Maßnahmen der Regierung fänden keine Unterstützung mehr.

Nach neun Wochen der Entrechtung und Bevormundung sei die Bevölkerung am Zahnfleisch angekommen und die Wahrscheinlichkeit, bei Lotto 45 einen Jackpot abzugreifen, sei mittlerweile höher, als sich in diesem Land mit Corona zu infizieren, betonte Grosz.

Zumindest in den Corona freien Gebieten, sollte die Maskenpflicht entfallen, war er sich mit Fellner einig. „Es ist nicht einzusehen, dass man beispielsweise beim Billa in Hermagor, in dem es keinen einzigen Corona-Fall gibt, beim Einkaufen eine Maske tragen soll“, betonte der oe24-Senderchef.

Grosz plädierte zudem für eine komplette Öffnung der Wirtshäuser ohne Einschränkungen, zumindest in Corona freien Zonen, während Sebastian Bohrn Mena ein vorsichtiges und behutsames Aufsperren favorisiert. Mit Grosz und Fellner kritisiert aber auch er die Regierung für ihr Versagen bei der schnellen finanziellen Unterstützung für die Umsatzverluste der österreichischen Betriebe.

In der Schweiz hätten die Firmen problemlos und schnell zehn Prozent ihres Jahresumsatzes ausbezahlt bekommen, erläutert Grosz und Fellner führte den Fall einer in Wien arbeitenden US-Unternehmerin an, die schon einen 1900 Euro-Hilfe erhalten habe – allerdings nicht vom österreichischen Staat, sondern von Donald Trump.