„Bargeld ist ein Grundrecht – nutzen wir es auch?“, steht auf einem unscheinbaren Sticker auf einer Hausmauer nahe meines Büros geschrieben.

Ein Kommentar von Elsa Mittmannsgruber

Während in anderen Ländern Europas mittlerweile ein klares „Nein“ auf diese Frage gegeben werden kann, klingt in Österreich und Deutschland noch ein leises „Ja“. Selbst in Zeiten von Corona, die dem Bargeld als gefürchteter Virenschleuder etwas zusetzen.

Kampf gegen Bargeld gegen alle Widerstände

Durch unsere konservative Art, für die wir nicht selten Spott ernten, dauert die digitale Umerziehung unter der deutschstämmigen Bevölkerung etwas länger. Obwohl es uns an jeder Ecke schmackhaft gemacht wird, kontaktlos zu bezahlen, halten wir weiterhin am stärksten an den umständlichen Moneten fest.

Doch die Bargeldabschaffung schreitet nach den Aussagen zahlreicher Finanzexperten voran. Scheine, Münzen und Edelmetalle wurden von Politik, Banken und Industrie schon längst zum Feind erklärt, der digitale Euro steht in den Startlöchern.

Wahren Wert des Baren erkennen

Eine perfekte Ergänzung des gerade errichteten totalitären Corona-Regimes. Denn Bargeld bedeutet nicht weniger als ein Stück Freiheit. Solange es noch eine Wahl gibt, ob wir es verwenden wollen oder nicht, ist uns der wahre Wert des Baren vielleicht nicht in angemessener Weise bewusst.

Immerhin ist es für 43 Prozent der Österreicher nicht die bevorzugte Zahlungsweise, wie eine aktuelle Studie ergab. Aber was, wenn plötzlich von einem Tag auf den anderen nur noch digital bezahlt werden kann?

Leben könnte mit einem Klick beendet werden

Das ganze Leben wird von nun an aufgezeichnet, und es kann auch mit einem Klick beendet werden. Und zwar dann, wenn eine unangenehme Person buchstäblich mundtot gemacht werden soll.

Dass dies mehr als paranoide Verschwörungsfantasien sind, zeigen mehrere Beispiele im rechten Lager, bei welchen bereits die Waffe der Kontokündigungen bei „falscher“ Gesinnung angewandt wurde.

Und wie Corona zutage bringt, intensiviert sich der Gesinnungsterror im rasenden Tempo. Die falsche Meinung kann die Existenz kosten. Derzeit helfen einem noch die Scheine unterm Kopfpolster, doch dieser Ausweg kann schon bald versperrt sein.

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