Am Sonntag wurde wie jedes Jahr im Wiener Prater auf der Jesuitenwiese das sogenannte Volksstimmefest veranstaltet. Der Organisator ist das namensgebende kommunistische Nischenblatt „Volksstimme“. Seit jeher ist das Fest ein Fixpunkt im linken Veranstaltungskalender, bei dem sich alle möglichen Gruppen treffen. Doch dieses Mal herrschte gähnende Leere. Das Gelände war abgesperrt und an den Eingängen wurde die Einhaltung der 3G-Regeln überprüft. Zur Kontrolle wurde man dann nur mit einem roten Band hineingelassen. Offenbar hielt das die meisten Besucher fern. Gespenstische Szenen: Die Bierbänke blieben leer. Musiker spielten vor leeren Sitzreihen.

  • An einem sonnigen Sonntag war der Prater gut besucht, nur nicht das Volksstimmefest
  • Trotz Blasmusik, Schweinsbraten und Fassbier: Leere Bierbänke prägten das Bild
  • Die Stadt Wien bot beim Eingang erfolglos eine Gratis-Impfung an

Lange Gesichter bei den Standbetreibern

Nur mit echten Kommunisten könnte das Volksstimmefest natürlich niemals gefüllt sein. Zwar gibt es auf dem Gelände zahlreiche Infostände von allen möglichen linken Gruppen und Kleinparteien, die allermeisten Stände sind jedoch rein kommerziell: Ramschhändler, Kunsthandwerker, Fahrgeschäfte und vor allem Fast-Food-Stände mit Bratwurst, Langos, Schweinsbraten und natürlich reichlich Bier vom Fass. Wahrscheinlich konnte sich das anachronistische Volksstimmefest so lange halten, weil man bisher die Spesen mit den Standgebühren immer wieder hereinbekommen hat. Dieses Jahr wird es sich für die Standler möglicherweise nicht ausgezahlt haben, weil es gab nur wenig Kundschaft.

Prater-Besucher pfeifen auf 3G

Den kommerziellen Charakter des Volksstimmefestes erkennt man auch am Programm. Zwar treten am Rande auch immer linke Liedermacher auf, vor allem gibt es jedoch Volksmusik und auch eine laute Blasmusikkapelle. Natürlich möchte man Laufkundschaft anziehen, denn an der angrenzenden Prater-Hauptallee drängen sich an einem sonnigen Sonntag immer die Menschenmassen. Doch heuer konnten nicht viele angelockt werden. 

Immer wieder konnte man folgende Szene beobachten: Vermutlich von der Blasmusik angelockt stehen ein paar Leute, oft Familien mit Kindern, vor dem Eingang. Nachdem sie erfahren, dass man einen 3G-Nachweis braucht ziehen sie kopfschütelnd wieder weiter. Viele sind erstaunt: 3G, im Freien, auf einer Wiese? 

Hauptsächlich älteres Publikum

An einer Stelle konnte man sich an der Absperrung vorbei hinein schummeln, was der Autor dieser Zeilen im Dienste für den investigativen Journalismus auch gemacht hat. Die wenigen Besucher drinnen sind überwiegend ältere Leute. Eben typische Altlinke aus der 68er Generation, die sich hier mutmaßlich treffen, um in Erinnerungen über ihre „wilde, kommunistische Jugend“ zu schwelgen. Heute folgt diese Klientel meistens dem von der Obrigkeit vorgegebenen Kurs. Das ist auch genau die Generation, die den größten Teil des heutigen ORF-Publikums ausmacht. Hier glaubt man die Impf-Propaganda und die Corona-Lügen. Kinder sah man dementsprechend fast keine. Entsprechend leer war es auf dem Kettenkarussel. 

Kein Betrieb beim Impfbus

Skurril: Neben einem der Eingänge steht ein langer Impfbus der Stadt Wien. Der Stich wird kostenlos und ohne Voranmeldung angeboten. Hat man darauf gehofft, dass sich einige spontan für die experimentelle Gen-Spritze entscheiden werden, nur im hineingehen zu dürfen? Wenn, dann hat das nicht geklappt, denn auch beim Impfbus ist kein Betrieb. Die Angestellten stehen gelangweilt am Stehtisch. Großer Andrang herrscht hingegen bei einem (3G-freien) Würstelstand gleich nebenan. Hier muss man auf seine Käsekrainer ein bisschen warten. Sofort bedient werden könnte man beim Volksstimmefest, aber dafür wollen wohl zu wenige einen Impfschaden riskieren und auch dem alternativen Testzwang scheint man sich für die Veranstaltung im Freien nicht unterwerfen zu wollen.

„Rosen-Schmäh“ mit roten Kampfblatt

Eine kleine Anekdote am Rande. Manch einer hat vielleicht schon einmal den „Rosen-Schmäh“ erlebt. Der geht so: Ein Kind, zuweilen von einer „mobilen ethnischen Minderheit“, drückt einem ungefragt eine Rose in die Hand, will hinterher aber dafür bezahlt werden. Auch dem Autor dieser Zeilen erging es so beim Volksstimmefest, nur statt einer Rose bekam er von einem Mann eine kommunistische Zeitung aufgedrängt. Hinterher wurde dafür Geld verlangt. Auf die Frage, ob dieses Vorgehen nicht kapitalistisch sei, konnte der Rotfrontmann keine wirkliche Antwort geben. Fazit: Auch auf einem kommunistischen Fest bekommt man nichts umsonst, außer einer Impfung, von der man eine Hirnthrombose bekommen könnte. 

Galerie: Gähnende Leere am Volksstimmefest

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