Bei der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Deutschland hieß es jetzt „Daumen nach unten“ für die gentechnologische Covid-19-Behandlung von Moderna („Spikevax“) für unter 30-Jährige. In dieser Altersklasse soll künftig nur mehr BionTech/Pfizer („Comirnaty) verabreicht werden. „Spikevax“ verursache nämlich „häufiger“ Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myokarditis bzw. Perikartitis).

Von Kornelia Kirchweger

  • Deutsche Impfexperten raten von Moderna ab
  • Folgen damit nordischen Ländern und Frankreich
  • Führte bei jungen Menschen zu Herzkrankheiten
  • Unter 30-Jährige nur mehr BionTech/Pfizer
  • US-Gesundheitsbehörde sieht auch da Probleme
  • Taiwan stoppte zweiten Moderna-Stich bei Jugendlichen
  • Krebsskandal bei Impfriesen Johnson & Johnson

 

Unter 30-Jährige nur mehr Biontech/Pfizer

Erst kürzlich haben auch nordische Länder und Frankreich die Moderna-Covid-19-Behandlung für Jüngere vorläufig gestoppt, bzw. davon abgeraten. Die BionTech/Pfizer-Empfehlung der Stiko gilt für die „Grundimmunisierung“ und für Auffrischungsbehandlungen. Selbst wenn zuvor ein anderer „Impfstoff“ vergeben wurde, solle in dieser Altersklasse BionTech/Pfizer zum Einsatz kommen. Dieser Impfstoff wird auch Schwangeren – unabhängig vom Alter – geraten. Die Stiko berief sich dabei auf internationale und auf Daten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Für über 30-Jährige ist, laut Stiko, die Behandlung mit Moderna mit keinem erhöhten Risiko für die beiden Herzleiden verbunden. Die Vektorimpfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson werden weiterhin erst ab 60 Jahren empfohlen.

Taiwan stoppt zweiten Pfizer-Stich

Doch auch das Pfizer-Serum ist nicht ohne. Die erwähnten Herzerkrankungen führt die US-Gesundheitsbehörde auch in diesem Fall an. Taiwan stoppte wohl auch deshalb nun die Vergabe der zweiten Pfizer-Dosis an Kinder zwischen 12-17 Jahren und will in zwei Wochen eine endgültige Entscheidung treffen. Warum es nach mRNA-Impfungen zu diesen Herzleiden kommt, kann sich die Stiko nicht erklären. Der Verlauf sei nach bisher vorliegenden Sicherheitsberichten „überwiegend mild“, die Entzündungen treten vor allem nach der zweiten Impfung auf. Erste Beschwerden werden typischerweise innerhalb weniger Tage danach bemerkt..

Herzerkrankungs-Risiko mit lebenslangen Folgen

Dass die erwähnten Herzerkrankungen nicht ohne sind, erklärt die US-Myokarditis-Stiftung auf ihrer Webseite. Entzündet sich der Herzmuskel, vergrößere er sich, schwäche das Herz, bilde Narbengewebe und zwinge das Herz, schneller zu arbeiten, um das Blut und den Sauerstoff im Körper zu verteilen. Herzmuskelentzündung liege an dritter Stelle bei den Ursachen für den plötzlichen Tod bei Kindern und Jugendlichen. Im schlimmsten Fall kann eine lebenslange Herz-Medikation oder sogar eine Herztransplantation erforderlich sein. Myokarditis könne erneut auftreten, und es gebe keine bekannte Möglichkeit, das zu verhindern. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 10 bis 15 Prozent. Ursachen können eine virale oder bakterielle Infektion, Krebs oder auch eine Auto-Immunreaktionen sein. Bei Perikarditis, schwillt der Herzbeutel an, der das Herz umgibt. Es gibt auch hier milde oder schwere Verläufe, je nach Art der Perikarditis.

Impfriese Johnson verkaufte Asbest-Babypuder

Indes geht es beim Pharmariesen Johnson & Johnson rund. Der milliardenschwere Konzern, der das Covid-19-Serum „Janssen“ auf den Markt brachte, meldete nun in North Carolina Insolvenz an. Mit diesem Finanz-Trick will er milliardenschweren Entschädigungszahlungen entgehen. Diese müsste der Konzern laut einem Gerichtsurteil nun begleichen, weil nachgewiesen wurde, dass ein – seit Jahrzehnten von Johnson vertriebenes Baby-Puder – mit Asbest verunreinigt war, der Konzern davon wusste, das Produkt aber trotzdem bewarb und verkaufte. Das Puder kann Krebs in den Eierstöcken auslösen, was bei Frauen, die es täglich zur Hygiene nutzten, auch massiv eintrat.

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