Das Läuten der Kirchglocken soll für Muslime nicht hinnehmbar sein.

Ein skurriler Fall lies in den vergangenen Wochen in Genua (Norditalien) bei der Bevölkerung die Wogen hochgehen. Ein Mann muslimischen Glaubens forderte mittels Anwaltsschreiben die Kirche im Stadtteil Sampierdarena auf, das Glockenläuten einzustellen. Für kurze Zeit soll nun die Kirche der Aufforderung gefolgt sein.

Anfänglich dachte der Kanzler der Kurie, Don Michele De Santis, es handle sich dabei lediglich um einen Fall von Lärmbelästigung. So riet man dem örtlichen Pfarrer, das Glockenläuten vorübergehend einzustellen.

Glockenläuten für Muslime nicht hinnehmbar

Doch nicht das Glockeläuten an sich soll den muslimischen Ankläger gestört haben, vielmehr sei es die Melodie gewesen, die die Glocken abspielen. Es handelt sich dabei nämlich um den Anfang eines religiösen Liedes der eucharistischen Anbetung.

Das ist für einige Muslime offensichtlich nicht hinnehmbar, weshalb der Ankläger sich gezwungen sah, einen ebenfalls muslimischen Anwalt einzuschalten.

Bevölkerung wehrt sich!

„Hände weg von unseren Glocken! Sie haben versucht, sie zum Schweigen zu bringen, aber wir werden sie verteidigen“, mit diesen Worten protestierten indes hunderte Bewohner des Bezirks rund um die Kirche gegen das Einstellen des Glockenläutens durch die römisch-katholische Verwaltung.