Weil die "Stadtrichter" ungeniert Witze über Asylwerber machten, prüft die Caritas jetzt rechtliche Schritte.

Weil eine Klagenfurter Faschingsgilde in einer Aufführung auch ungeniert Witze über Asylwerber machte, droht jetzt die Hilfsorganisation Caritas mit Klage.

Im Sketch „Unsere Migrationsklasse“ witzelten die „Stadtrichter zu Clagenfurth“ über Fluchtrouten und iPhones, bauten unterschwellig kritische Aspekte zum Asylwesen ein. Traditionell ist in einem Faschings-Sketch immer auch politische Kritik enthalten, die mit Witzen und Wortspielen pointiert übertragen wird.

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Das findet die Caritas offenbar überhaupt nicht lustig. Sie ortet im  Faschingstreiben der Klagenfurter Komödianten „Rassismus“ und prüft jetzt rechtliche Schritte.

Witze über Asylwerber

Im Sketch wird eine „Integrationsklasse“ gezeigt, in der Schüler verschiedenster Länder aufeinandertreffen. Der Migrant aus Indien heißt Ranjid und erklärt seine Fluchtroute wie folgt: „Von zu Hause auf Tiger, dann Elefant, dann Boot, dann Zug, und in Österreich mit Limousine“.

Abdullah – ein fiktiver Syrer – sucht mit von der Caritas geschenkten Handy im Internet nach Bombenbauanleitungen.

Der einzige Österreicher in der Klasse heißt Georg und wird gegenüber den anderen benachteiligt. Als er aufgefordert wird, seine Mitschüler „ins Boot zu holen“, schreit ein anderer „Nein, nein, nix mehr Boot, nix mehr Gummiboot!“

Danach kommt noch ein Hausmeister mit schwarz bemaltem Gesicht auf die Bühne, der nicht arbeiten will, weil das „in seiner Heimat sowieso nur Frauen machen.“

Caritas prüft Klage

Alle diese Aussagen dürften der Caritas ordentlich an die Nieren gehen. So sagte Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner, man prüfe rechtliche Schritte wegen der Passage um die geschenkten iPhones.

Er bewerte das aufgeführte Bühnenstück der „Stadtrichter“ klar als rassistisch und diskriminierend.

„Stadtrichter“ sieht kein Problem

Gegenüber „Kurier“ verteidigt der Sprecher der Gilde den Sketch und ist sich keiner Schuld bewusst. Demnach hätte sich die Gilde genauso lustig und kritisch zur Liederbuch-Affäre geäußert. Die Darstellung im Sketch sei „total überzeichnet“.

Obwohl der kritisierte Sketch bereits elf mal aufgeführt wurde, wurde erst jetzt über den vermeintlichen Rassismus berichtet. Grund für den konstruierten Aufruhr ist ein Artikel eines deutschen Wochenmagazins, auf den der „Kurier“ aufsprang.

Caritas: „Ein Millionenkonzern“

2016 wurde jeder zweite Asylwerber – insgesamt 44.461 Personen – von der Caritas betreut. 952 davon waren Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs), die der Caritas bis zu 95 Euro Taggeld sicherten.

Aufs Jahr – zu den damals gültigen Tagsätzen gerechnet – erhielt die Caritas somit über 332,4 Millionen Euro, insbesondere für Unterbringung.

Kein Blatt vor dem Mund

Der Kabarettist, Autor und Moderator Manfred Tisal wurde vor allem durch seine Rolle als „EU-Bauer“ beim Villacher Fasching bekannt. Tisal war bereits wirtschaftlichen Repressalien und harscher Kritik ausgesetzt, weil in seinen Kommentaren auf Facebook unter anderem Sozialleistungen für Asylwerber kritisierte.

Tisal wird am 23. März in Linz im Rahmen einer „Wochenblick“-Veranstaltung ein EU-Bauer Kabarett halten. Nähere Infos dazu werden in Kürze veröffentlicht.

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