Unfassbar: Im baden-württembergischen Tuttlingen prügelte im Mai dieses Jahres der 48-jährige, bereits abgelehnte Asylbewerber aus Pakistan, Said K., auf einen CDU-Politiker (55) ein. Der rabiate Illegale ging dabei mit einer mit Nägeln und Schrauben gespickten Dachlatte auf den Sozialdezernent des Landratsamts, Bernd Mager, los und verletzte diesen im Gesicht. („Wochenblick“ berichtete ausführlich).

Und doch ist das nur ein Bruchteil von dem, weswegen K. nun vor Gericht steht. Dort ging es zunächst um die Frage der Sicherheit. Der Pakistaner wurde kurz vor der Verhandlung von zwei Justizvollzugsbeamten in den Gerichtssaal geführt. Er gilt als aggressiv und äußerst gewaltbereit, bleibt während der ganzen Verhandlung an Händen und Füßen gefesselt.

Regelmäßige Randale

Schon mehrfach war der Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Tuttlingen aufgefallen, da er dort regelmäßig randalierte, Fenster und Türen einschlug und immer wieder Polizeibeamte attackierte!

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„Mitarbeiter haben Angst“

Im April zerlegte er mit einem Ast ein Kassenhäuschen im Landratsamt. Und immer wieder forderte K. von den Mitarbeitern der Behörde eine Ehefrau. „Entweder ihr arrangiert mir eine Hochzeit oder schickt mich zurück nach Pakistan“, ließ er seinen Dolmetscher laut Medienberichten übersetzen!

„Die Mitarbeiter haben Angst vor ihm“, sagt eine Sachbearbeiterin des Landratsamtes vor Gericht. Einer Kollegin soll er laut deutschen Medien gar in einer Tiefgarage aufgelauert haben. In seinem runden Gesicht ist kaum eine Regung zu erkennen, sein Blick ist starr und blickt ins Leere.

Mithäftling vergewaltigt

Nur einmal verziehen sich die Mundwinkel des Angeklagten zu einem Lächeln, nämlich als es darum geht, dass K. einen Mithäftling in Stuttgart Stammheim vergewaltigt haben soll. „Er hat mich nicht Fernsehen schauen lassen“, begründet der 48-Jährige die Tat, die im Zentrum eines weiteren Verfahrens stehen wird. Die Taten räumte der Angeklagte ein.

Schuldfähig?

Im Vordergrund der Verhandlung ist die Frage, ob der 48-Jährige schuldfähig sei. Eine psychiatrisches Gutachten wies K. zwar psychopathische Züge nach, jedoch lägen keine Anzeichen für eine psychische Erkrankung vor, die die Schuldfähigkeit mindere, heißt es vor Gericht.

„Die Beweisaufnahme hat auf eindrückliche Weise gezeigt, wie der Angeklagte einen respektlosen Rachefeldzug verfolgt hat“, sagt die Staatsanwältin. Sie fordert eine Gesamtstrafe von einem Jahr und acht Monaten – ohne Bewährung. Diesem Antrag folgt Richter Straub. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es gilt die Unschuldsvermutung.