Man würde ja annehmen, nach den Berichten über Lieferengpässe wären Befürworter der Corona-Impfung über jedes zusätzliche Produkt erfreut, das zur Immunisierung der Bevölkerung beiträgt. Aber weit gefehlt: Denn als der Gründer und Ex-Chef einer Firma, die seit über 20 Jahren Reagenzien für Labordiagnostik herstellt, diese Logik auf die Probe stellt, weht ihm unerwarteter Gegenwind entgegen. Nun droht sogar ein juristisches Nachspiel, weil er in Eigenregie einen wirksamen Impfstoff entwickelte.

Wer noch ein Indiz brauchte, dass große Pharmakonzerne und deren Erfüllungsgehilfen in regierungsnahen Stellen keinen Mitbewerb dulden, wird im Fall von Winfried Stöcker (74) fündig. Als die sogenannte Pandemie im Frühjahr des Vorjahres Europa erfasste, zögerte der erfahrene Experte nicht. In seinem eigenen Labor erschuf er eine Impfung, die er an sich und seiner Familie austestete. Es handelt sich um ein Antigen, um einen Totimpfstoff. Und tatsächlich: Sie wurden immun. Als er dann an das Paul-Ehrlich-Institut herantrat, um die Freigabe für eine Feldstudie an einer größeren Anzahl Freiwilliger zu bekommen, hat man dort keine Freude damit.

Impfstoff entwickelt: Staatliches Institut erstattet Anzeige

Anstatt dem in der Nähe von Lübeck wohnenden Ex-Unternehmer und Mediziner dabei unter die Arme zu greifen, zeigte ihn das Institut, das dem Gesundheitsministerium untersteht, kurzerhand an. Denn: Die Entwicklung seines Antigens fand ohne behördliche Genehmigung statt. Zudem habe er es ja auch bereits ohne Befugnis an fünf Menschen ausgetestet, so die dreiste Antwort zum Zeitpunkt der Anzeige.

Dies geschieht, obwohl auch von staatlicher Seite anerkannte und in der Pandemie von den Mächtigen häufig befragte Virologen wie Christian Drosten und Hendrik Streeck bestätigen, dass das Präparat tatsächlich auch wirksam ist. Mittlerweile verabreichte Stöcker sein Vakzin etwa 100 weiteren Freiwilligen – offenbar ohne Nebenwirkung, bei einer Wirksamkeit von 97 Prozent. Aber das PEI denkt gar nicht daran, die Anzeige gegen ihn zurückzuziehen.

Vakzin soll einsatzbereit und leicht handzuhaben sein

Dabei ist sich Stöcker sicher: Mit seinem Mittel könnte jeder in Deutschland, der sich impfen lassen möchte, innerhalb von Monaten dies erhalten. Dies ginge niederschwellig beim Hausarzt und brauche keine großen Impfstationen, auch die Lagerung kann in einem Kühlschrank geschehen.

Und im Gegensatz zu den mRNA-Impfungen von Pfizer/Biontech und Moderna muss der Körper das Antigen nicht selber bilden: Es ist bereits inklusive. Die Anpassung, um auch Mutationen abzudecken, ist laut seinem Entwickler einfach. Dennoch schloss sich auch das Landesamt für soziale Dienste (LaSD) der Meinung des Paul-Ehrlich-Instituts an, erstattete ebenfalls Anzeige, witterte sogar Gefahr im Verzug.

Bislang kein Krankheitsfall bei Stöcker-Impflingen

An eine offizielle Zulassung ist derzeit nicht mehr zu denken. Deshalb will Stöcker jetzt den wichtigsten Bestandteil – das Antigen – an Hausärzte verkaufen, damit diese selbst ein Vakzin daraus herstellen können, so der Professor in einer Reportage von „SpiegelTV“. Die Rezeptur veröffentlichte er nun auf seiner Homepage, in der Hoffnung, ein Pharma-Unternehmen schlägt zu und produziert seine Erfindung.

Denn Stöcker beteuert, dass es ihm nicht um das Geld geht, er möchte einfach Menschen helfen. Angesichts zahlreicher, teils schwerer Nebenwirkungen vor allem bei den Vakzinen von Pfizer/Biotech sowie von Astra Zeneca sicherlich ein Ansatz, der für viele Skeptiker attraktiv erschiene. Denn bei Stöckers Impflingen gab es bislang keinen einzigen Krankheitsfall!

Stöcker bereits in der Vergangenheit systemkritisch

Aus welchen Gründen diese offene Feindschaft besteht ist unklar. Was dafür sehr wohl bekannt ist: Dass Stöcker bereits in der Vergangenheit gegen öffentliche Erzählungen aufbegehrte. So führte eine Aussage des früheren Medizin-Professors, dass er Migranten aus dem nahen Osten lieber in die Heimat zurückschicken wolle als ihnen zu erlauben, sich in Deutschland „festzusetzen“, zu einer Distanzierungswelle des politisch-korrekten Empöriums.

Insbesondere für die Vollverschleierung von Frauen hatte er zudem kein Verständnis. Kritisch sah er auch die #MeToo-Bewegung und den postmodernen Feminismus. Mehrfach äußerte er sich zudem kritisch gegenüber Kanzlerin Merkel (CDU). Ob seine Ausbootung auch mit seiner Unbotmäßigkeit zu tun hat, ist nicht bekannt. Aber offenbar haben es Systemkritiker in Deutschland schwierig, selbst dann, wenn sie sich in die Dienste dessen stellen wollen, was die Regierung zum Staatsziel erklärt.