Es ist unfassbar: Weil eine junge Frau (22) in Berlin keine Kinder gebären konnte, versuchte ihr Ehemann, gemeinsam mit seinen Eltern und einem islamischen Wunderheiler, ihr den „Teufel auszutreiben“.

Genauer, mit einer „Salzwasserkur zur Teufelsaustreibung“. Die Frau verstarb bei dem furchtbaren Ritual.

Anklage erfolgt fünf Jahre nach der Tat

Die Berliner Staatsanwaltschaft teilte am Dienstag mit, nun (fast fünf Jahre nach der Tat) gegen die mutmaßlichen Täter (34 und 58 Jahre) Anklage wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu erheben. Es handelt sich laut der deutschen „Bild“-Zeitung um den Ehemann des Opfers Wajdi H. (34), ihre Schwiegereltern Widad A. (57) und Mohamad H. (58) und einen als „islamischer Wunderheiler“ tätigen Mann.

Frau verstarb 2015

Laut Staatsanwaltschaft wollte das Moslem-Quartett im Winter 2015 die Kinderlosigkeit der jungen Frau „heilen“, zwangen sie täglich zur Aufnahme von Wasser, welches mit einer letztlich tödlichen Dosis Kochsalz angereichert gewesen sein soll. Den Ermittlern zufolge soll die Frau dann an einer Gerinnungsstörung und einem fiebrigen Infekt gelitten haben, verstarb am 7. Dezember 2015 nach erfolglosen Reanimationsversuchen an einer beidseitigen Lungenarterienembolie und einem Hirnödem im Krankenhaus.

Teufelsaustreibungen in Wien

Der Wochenblick berichtete bereits im Januar dieses Jahres von islamischen Ritualen und „Teufelsaustreibungen“ mitten in Wien.