Auch in Frankreich nimmt die Verunsicherung der Bevölkerung über den Pfizer/Biontech-Impfstoff stetig zu. Aus durchaus gutem Grund: Erneut kommt es zu Todesfällen im Zusammenhang mit der Impfung. Nachdem fünf Heimbewohner wenige Tage nach der Verimpfung der Erstdosis gestorben sind, wird nun sogar der französischen Regierung (die bislang unverdrossen für die Unbedenklichkeit des Impfstoffs geworben hatte) die Sache zu mulmig. Das Gesundheitsministerium ordnete weitere Untersuchungen an.

Drei der Geimpften waren in einem Altenpflegeheim in Nancy verstorben, jeweils einer in Perpignan und in Tours. Der Tod trat in engem und auffallendem zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung ein, jeweils innerhalb weniger Tage. Auch wenn der französische Gesundheitsminister Olivier Véran sich natürlich als erstes wieder beeilte, vor „vorschnellen Schlüssen“ zu zwarnen und eine Gesundheitsgefährdung durch den Impfstoff auszuschließen, so misstraut er offenbar der eigenen Zuversicht: Er wies lokalen zuständigen Arzneimittelbehörden an, die Todesursache aufzuklären. Zudem räumte der Minister ein, dass es in Frankreich mittlerweile zu 139 registrierten Fällen von „schweren Nebenwirkungen“ durch die Impfung kam.

Zusammenhänge müssten erst geprüft werden

Wie auch in Deutschland und Österreich, beschwichtigen die französischen Betroffen die Öffentlichkeit bei allen bekannt werdenden Zwischenfällen, es handele sich dabei zumeist um „alte oder sehr alte Menschen mit Grunderkrankungen“. Auch Véran schob diese Erklärung seinen Äußerungen zu den fünf neuen Todesfällen hinterher: Zunächst müsse „gründlich geprüft“ werden, ob es sich nicht nur um eine „unglückliche zeitliche Koinzidenz“ handele, und ob die Todesursache nicht eine gänzlich andere sei.
Was das bedeutet, ist zur Genüge bekannt: Verstirbt ein Hochbetagter oder Vorerkrankter im Zusammenhang mit Corona, dann war die Todesursache Corona. Verstirbt dagegen ein Hochbetagter oder Vorerkrankter im Zusammenhang mit der Impfung, dann war die Todesursache sein Alter oder die Vorerkrankung. Was aber nicht ausschließt, dass Impftote als Corona-Tote in den Statistiken auftauchen. (DM)