Immer mehr Attacken auf Krankenhauspersonal lassen Pfleger und Krankenschwestern erschaudern. Beschimpfungen, Randale, im schlimmsten Fall sogar körperliche Attacken: All das müssen Krankenhausmitarbeiter aushalten – Tendenz der Fälle steigend!

Nachdem die oberösterreichische Gesundheits- und Spitals-AG (gesapg) deshalb bereits im vergangenen Jahr die Initiative „Gewaltfreies Krankenhaus“ startete, zieht das Klinikum Wels-Grieskirchen mit einem eigenen Deeskalations-Projekt nach, berichtete die „Krone“.

Massive Attacken auf Spitals-Personal

Zuletzt randalierte ein 17-Jähriger Migrant im Landeskrankenhaus Steyr, berichtete die „Kronen-Zeitung“. Statistisch werden mittlerweile 80 Prozent der Mitarbeiter in oberösterreichischen Krankenhäusern Opfer verbaler Attacken, immerhin 60 Prozent auch Opfer körperlicher Attacken. Das zeigen die Zahlen für das Jahr 2017.

Natürlich werden aber nur ein Bruchteil der Taten überhaupt gemeldet oder gar angezeigt. Die Dunkelziffer dürfte also weit höher sein.

Deeskalationstraining

Unter dem Motto „Richtig reagieren – Eskalation abwenden“ startete  im Frühling das Deeskalationstraining im Klinikum Wels-Grieskirchen.

Die meisten Attacken passieren in den Abend- oder Nachtstunden, dabei kommt es vor alle zu Beschimpfungen und Drohungen. Danach kommen schwere Übergriffe wie Kratzwunden, Prellungen und Blutergüsse.