Die Direktion für Inneres und Kommunales (IKD) erhebt einmal im Jahr den Status der Bonität der oberösterreichischen Gemeinden, kurz „GemBonStatus“ genannt. Als einzige der oberösterreichischen Statutarstädte erhielt dabei Wels die Bestnote „1“. Steyr bekam, wie auch die Landeshauptstadt Linz die Note „5A“.

Wels hatte in den letzten drei Jahren immer die Note „3“ erhalten. Für die nunmehr bessere Benotung für die Bonität mit „Sehr gut“ sind mehrere Faktoren verantwortlich – wie die Magistratsreform und ein Sparkurs, der die Stadtfinanzen saniert hat. Der Rechnungsabschluss 2018 weist einen Überschuss von 16 Millionen Euro aus. Wels erreicht eine Finanzkraft von 1.978 Euro je Einwohner.

Rabls Reformkurs wirkt

Die Bewertung erfolgt ähnlich dem Schulnotensystem. Die Bonitätsnoten heißen für die Gemeinden in absteigender Reihenfolge „1“, „3“, „5A“, „5B“ und „5C“. Anhand der Benotung lässt sich sehr rasch ein Überblick über die Bonitätssituation aller Gemeinden erkennen. Der wichtigste Wert für die Benotung ist die „freie Budgetspitze“. Sie stellt den finanziellen Handlungsspielraum einer Gemeinde dar, nachdem aus dem Saldo der laufenden Gebarung andere finanzielle Verpflichtungen wie etwa der Schuldendienst abgezogen wurden. Ebenfalls werden einmalige Einnahmen und Ausgaben bei der Berechnung korrigiert.
Finanzreferent Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ): „Wir haben in den vergangenen Jahren einen strikten Reformkurs umgesetzt und damit das Stadtbudget saniert. Dass unsere Maßnahmen jetzt mit der Bonitätsnote „1“ bewertet werden, freut mich natürlich sehr. Das zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.“