Die Welser Kriminalitätsstatistik des vergangenen Jahres zeigt neben den vielen positiven Entwicklungen leider auch ein wenig erfreulicheres Ergebnis: Die Zahl der Drogendelikte stieg nämlich um rund 74 Prozent an.

Erfreulich: In Summe stieg die Aufklärungsquote zum Vorjahr von 53 auf 62 Prozent. Diese liegt somit über dem Landesdurchschnitt.

Aufklärungsquote angestiegen

Einen Teil dazu beigetragen hat auch die Videoüberwachung der Innenstadt. Von 33 aufgezeichneten Delikten, konnten 16 mit Hilfe des ausgewerteten Bildmaterials aufgeklärt werden.

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Darüber freut sich  auch der Sicherheitsreferent der Stadt, Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Erfreulich ist für mich die hohe Aufklärungsquote, zu der auch die Videoüberwachung beigetragen hat.“

„Wochenblick“ hakte nach

Auf „Wochenblick“-Nachfrage betont Kroiß: „Die Polizei kontrolliert jetzt intensiviert. Sie muss jedoch noch im öffentlichen Raum personell gestärkt werden.“ „Die Polizei kontrolliert jetzt intensiviert. Sie muss jedoch noch im öffentlichen Raum personell gestärkt werden. Auch eine Anti-Drogen-Taskforce beim Stadtpolizeikommando ist dringend notwendig.“

Deutlich weniger Diebstähle

Auch die rückläufigen Entwicklungen bei Delikten wie Einbruchsdiebstählen und Sachbeschädigungen seien positiv zu bewerten.

Während es 2016 noch 74 Fälle von Einbrüchen in Wohnhäusern gab, waren es 2017 nur noch fast die Hälfte.

Drogen-Skandal rund um die SPÖ

Bedenklich sind die Zahlen jedoch im Bereich des Suchtmittelgesetzes. Hier stiegen die Delikte von 353 auf 613. Das ist ein Anstieg von rund 74 Prozent. Vizebürgermeister Gerhard Kroiß betont dabei gegenüber dem „Wochenblick“: „Der Drogen-Skandal rund um die SPÖ hatte in den vergangenen Jahren auch Einfluss auf die Kriminalität im Suchtgift-Bereich.“ Genaue Zahlen dazu würden noch nicht vorliegen.

Auch in den Bereichen Raub, Betrug und Raufhandel ist ein Anstieg der Delikte zu verzeichnen. Immer wieder musste der Wochenblick über mehrere brutale Fälle in der Messestadt berichten.