Bürgermeister Andreas Rabl und Tiergartenreferentin Silvia Huber mit Tiergarten-Glücksbringer.

Ein rüstiger Welser wird 90 – der Tierpark. Dass man das immer schon ein bisschen vor sich hin siechende Areal nicht schon vor 25 Jahren sterben ließ, verdankt es eine Gruppe von Welsern, die sich engagiert für die Erhaltung des kleinen Zoos zwischen der Maria-Theresien-Straße und dem Messegelände eingesetzt hat.

Von Kurt Guggenbichler

Zu den Besonderheiten von Wels, mit denen nur wenige Städte aufwarten können, zählt eine Grün-Oase auf dem Gelände des ehemaligen Herminenhofparks, in dem heute die verschiedensten Tiere leben, weshalb dieses kleine Paradies für Jung und Alt von großer Anziehungskraft ist. An die 90 verschiedene Tierarten, hauptsächlich heimischer Provenienz gibt es darin zu bestaunen, obwohl man dort auch, in einem klassifizierter Tierpark der Kategorie A, Giraffen halten könnte.

Heute ist er der Tierpark bei der Bevölkerung so beliebt wir nie zuvor und auch von weiter her kommen die Leute immer gern mit Kind und Kegel, um einige Stunden darin zu verweilen.

Doch das werde es nicht spielen, sagt Bürgermeister Andreas Rabl, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Erhaltung des Tierparks, für den die Besucher keinen Eintritt bezahlen müssen, der Stadt Wels jährlich 710.000 Euro kostet.

Doch ein Facelifting wird dem agilen 90-Jährigen nicht verwehrt, weil diese Grün-Oase ein wichtiger Bestandteil in der Frei- und Grünraumentwicklung der Stadt sei. Sie werde jährlich auch von etwa 100.000 Menschen aufgesucht. Aus diesem Grund wird dort modernisiert und auch das Spiel- und Tierangebot ausgebaut, vor allem, nach Optimierung der bereits bestehenden Anlagen, erläutern Rabl und Tiergartenreferentin Silvia Huber.

Das derzeit größte Gehege ist der rund 2.600 Quadratmeter große Teich, den sich eine Kolonie Rosa-Pelikane mit dem bereits vorhandenen Bestand an Wasserschildkröten, Grünfüßigen Teichhühnern und Trauerschwänen teilt. Das älteste Tier im Welser Zoo eine 57-jährige Spornschildkröte, das größte Tier ein Mandschurenkranich mit 1,5 Metern.

Lesen Sie dazu ab Donnerstag auch die große Heimat-Reportage.