Amokfahrt in Berlin: Fahrer stammt aus dem Kosovo

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Angetrunkener schleifte Obdachlosen mit

Amokfahrt in Berlin: Fahrer stammt aus dem Kosovo

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Das Geschehen wirft einige Fragen auf. Ist es in Deutschland mittlerweile normal, dass bei einem “Verkehrsunfall” Sprengstoffspürhunde hinzugezugen werden? Der Fahrer, der mit einem Luxus-Mercedes-SUV mit estnischem Kennzeichen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen soll war leicht alkoholisiert. Inzwischen befindet er sich auf freiem Fuß.

Die Staatsanwaltschaft gab inzwischen bekannt, dass keine Ermittlungen wegen versuchten Totschlages geführt werden. Stattdessen geht es um gefährliche Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

Angeblich kein Führerschein

Der 24-jährige Kosovare, Refail A., soll in der Nacht stark getrunken haben. Anlass wäre die Trennung von seiner Freundin gewesen. Wie “rbb” wissen will, verfügt er nicht über einen gültigen Führerschein. Mit dem in Estland zugelassenen Luxus-SUV raste er durch Berlin, bis er die Kontrolle über den Wagen verlor. Die Polizei stellte einen erhöhten Blutalkoholspiegel von 0,7 Promille aber keine Drogen fest.

Strafanzeige wegen Körperverletzung soll vorliegen

“Rbb” will weiter herausgefunden haben, dass gegen den Fahrer ein Antrag auf Gewaltschutz vorliege. Wird dieser stattgegeben, darf er mit seiner Ex-Freundin keinen Kontakt aufnehmen und muss Abstand halten. Es läge weiters eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung vor. Das Fahrzeug soll er, so “rbb” nicht besitzen sondern den Schlüssel aus der Wohnung der Ex gestohlen haben. Dass eine Diebstahlanzeige vorliegen soll, bestätigte die Polizei nicht.

Obdachloser mitgeschliffen

Als das Fahrzeug außer Kontrolle geriet, krachte der zwei Tonnen schwere Wagen gegen eine Gruppe Obdachloser. Einer davon wurde mitgeschliffen, unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Ein Augenzeuge berichtete, dass auch ein Rollstuhlfahrer angefahren wurde. Eines der Opfer schwebt noch in Lebensgefahr, fünf weitere sind unterschiedlich schwer verletzt.

“Es tut mir leid.”

Der Mann wurde inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt. Er habe seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland, Fluchtgefahr liege nicht vor. Seiner Festnahme versuchte er sich nicht durch Flucht zu entziehen. Er soll dabei mehrfach “es tut mir leid” gerufen haben.

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