Anti-5G-Aktivisten klagen niederländischen Staat

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Gesundheitsrisiko oder Verschwörungstheorie

Anti-5G-Aktivisten klagen niederländischen Staat

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Anti-5G-Aktivisten in den Niederlanden klagen die Regierung jetzt wegen des als „unethisch“ bezeichneten, landesweiten 5G-Mobilnetz-Ausbaues. Die Stop5GNL-Stiftung fordert einen Stopp, bis „hinreichend nachgewiesen wurde, das keine wirklichen und schwerwiegenden Gesundheitsrisiken bestehen. 

Laut Aktivisten werden die Gesundheitsrisiken derzeit auch vom Staat nicht ausgeschlossen und es gebe zu wenig Forschung dazu. Man müsse das Vorsorgeprinzip anwenden. Der Antennenausbau erfolge nahe von Wohngebieten und auf Häusern. Die viel höheren 5G-Frequenzen haben biologisch störende Pulsation und gefährliche Signaleigenschaften. Die Strahlungslast steige um den Faktor 10-100. Der 5G-Ausbau sei daher zu stoppen. Andernfalls setze der Staat seine Bürger einem ernsthaften und irreversiblen Gesundheitsrisiko aus.

EU gibt Takt vor – Österreich Vorreiter

Der 5G-Ausbau in der EU folgt übrigens den Vorgaben der EU-Kommission, die dazu einen 5G-Aktionsplan vorlegte. Darin wurde jeder Mitgliedstaat aufgefordert, bis 2020 je eine Stadt, die für einen digitalen 5G-Binnenmarkt tauglich ist, 5G-tauglich zu machen. In Österreich ist man – wie so oft – Vorreiter. Im Februar berichtet die zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger stolz: 120 Gemeinden mit 350 Sendern seien bereits ans 5G-Netz angeschlossen. Die Breitbandstrategie Österreichs soll bis 2030 flächendeckend mit mobilen oder festen Gigaanschlüssen abgeschlossen sein. Es gab zwar hierzulande einige Anti-5G-Bewegungen samt Petition, sie verschwanden aber in der Versenkung.

Anderswo nimmt der Widerstand gegen das Upgrade des Mobilfunknetzes auf 5G zu. Neben den Niederlanden auch in Großbritannien oder in Australien. Es gibt Berichte von Anschlägen auf Telekom-Masten. Wie immer machen auch abstruse Theorien die Runde: etwa, 5G stehe mit der Verbreitung von Covid-19 in Verbindung, kursierte in sozialen Medien.

Stopp in Schweiz und Brüssel

Wegen massiver 5G-Kritik hat der schweizerische Kanton Genf im April den 5G-Antennen-Ausbau vorerst verboten. Dem Parlament fehlen wissenschaftliche Erkenntnisse über gesundheitliche Risiken, hieß es. Auch die Stadt Brüssel hat ein 5G-Pilotprojekt wegen Strahlungsbedenken gestoppt. Dort wurden sogar die strengen Strahlungsregeln für den Aufbau eines 5G-Netzes gelockert. In Brüssel herrschen u.a. die weltweit strengsten Strahlungsvorschriften für Telekom-Geräte.

5G auch in Nigeria umstritten

Interessant ist auch der zunehmende 5G-Widerstand im afrikanischen Nigeria. Dort wies der Senat (109 Senatoren aus 36 Staaten) die Regierung jetzt an, den geplanten Ausbau des 5G-Netzes auszusetzen. Das Netz biete viele Chancen. Es gebe aber wachsende Bedenken, dass die Strahlung die Gesundheit der Bürger beeinträchtige und etwa Augen- und Immunschäden bewirke. Als Beispiel für den geforderten Stopp wurde die Schweiz angeführt.

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