Bosnien: Illegale können sich Unterkunft nicht aussuchen

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Bosnien schließt umstrittenes Migranten-Camp

Bosnien: Illegale können sich Unterkunft nicht aussuchen

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Bosnien schließt jetzt das improvisierte und umstrittene Migranten-Camp in Vucjak, an der kroatischen Grenze. Die allesamt illegal ins Land gekommenen Migranten werden in Kürze in besser ausgestattete Armeebaracken in der Nähe von Sarajevo umgesiedelt. Das lehnen sie ab. Denn ihr Ziel ist Westeuropa. Nur mit Gewalt werden man sie von hier wegbringen können, sagten sie gegenüber Medien.

Sie alle wollen nach Kroatien und weiter nach Westeuropa. Dazu müssen sie nur über die kroatische Grenze, die ganz in der Nähe ist. Sie versuchen das täglich – mit mehr oder weniger Erfolg. Die Armeeunterkünfte bei Sarajevo sind hunderte Kilometer von der kroatischen Grenze entfernt. Das passt den Migranten nicht in ihre Pläne.

Behörde: Migranten müssen weg, ob mit oder ohne Gewalt

Der bosnische Außenminister Dragan Mektic und der Regierungschef des Una Sana Kantons, Mustafa Ruznic, stellten klar: die Migranten müssen von Vucjak weg – ob mit oder ohne Gewalt. Sie seien illegal in Bosnien und haben kein Recht, zu entscheiden, wo man ihnen Unterkunft zu gewähren habe.

Die Zustände in Vucjak werden von UNO und Menschenrechtsorganisationen als „Schande“ bezeichnet, es hätte nie geöffnet werden dürfen. Auch Migranten beklagten sich über die Lebensbedingungen, die in Vucjak herrschten. Das wird sich nun ändern. Man arbeite intensiv daran, die Blazuj Armeebaracken auf Stand zu bringen. Ende der Woche werde das Camp in Vujcak völlig geräumt, damit keine Rückkehr mehr möglich ist. Der Transfer in die neue Unterkunft bei Sarajevo werde mit Unterstützung der Polizei und in Absprache mit dem Sicherheitsministerium erfolgen, hieß es.

Vorbereitung auf neue Migrationswelle

Außenminister Mektic will auch die illegalen Migranten aus den Lagern Miral und Bira im Una Sana Kanton umsiedeln. Diese Lager sind Drehscheibe für illegal ins Land gekommene Menschen, die alle weiter nach Kroatien und Westeuropa wollen.

Man rechne mit einem neuen Migrationsansturm, sagte Mektic. Bis dahin soll es ein Transitzentrum geben, wohin Migranten dann gebracht werden. Auf diese Weise soll der Druck von Bihac und Velika Kladusa weggenommen werden, wo täglich hunderte Menschen illegal – vor allem aus Griechenland – einwandern.  Kriminalität, Drogenhandel, Einbrüche, Anpöbelungen und Sachbeschädigung sind an der Tagesordnung.  Den Einheimischen reichte es. Sie protestierten mehrmals lauthals gegen diese Zustände.

 

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