Bulgarien, Ungarn, Serbien: Der Widerstand gegen NATO-Kriegstreiberei wächst

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Europa soll nicht Schauplatz eines Stellvertreterkrieges werden

Bulgarien, Ungarn, Serbien: Der Widerstand gegen NATO-Kriegstreiberei wächst

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In immer mehr europäischen Ländern wächst der Widerstand gegen eine Beteiligung am Krieg in der Ukraine. Am heutigen Samstag versammelten sich zahlreiche Bulgaren in der Hauptstadt Sofia vor dem Verteidigungsministerium. Nach Ungarn ist es somit das zweite NATO-Land im ehemaligen Ostblock, in dem sich heftiger Widerstand gegen das einseitige Eingreifen im aktuellen Konflikt regt. Auch in Serbien waren zudem zuletzt Menschen auf die Straße gegangen.

“NATO raus”: Demo vor Verteidigungsministerium in Sofia

Veranstalter der Kundgebung war laut bulgarischen Medienberichten die systemkritische Partei Wasraschdane (“Wiedergeburt”), die unter anderem gegen einen Euro-Beitritt Bulgariens eintritt sowie scharfe Kritik an den totalitären Corona-Maßnahmen übte. Seit letztem November sitzt sie mit 13 Sitzen im Parlament. Erst vor wenigen Tagen brachte sie eine parlamentarische Anfrage ein, mit dem Ziel, die Stationierung weiterer NATO-Einheiten im Land zu unterbinden. Der aktuelle Protest richtet sich auch dagegen, die wenigen Verteidigungswaffen, welche Bulgarien besitzt, an die Ukraine abzuliefern.

Im Zuge der Demo erklärte Parteichef Kostadin Kostadinow, den die Ukraine wegen seiner Kritik zuletzt mit einem 10-Jährigen Einreiseverbot belegte in Richtung des US-Verteidigungsminister Lloyd Austin: “Wir wollen ihm zeigen, dass wir Bulgarien ein Volk sind, das über seine eigenen Interessen Bescheid weiß. Und diese heißen: Wir sollten uns nicht in einen weiteren Bruderkrieg hineinziehen lassen.” Bei der Kundgebung wurden Fahnen geschwenkt, dazu wurden Antikriegs- und Anti-NATO-Parolen skandiert. Zudem wurden Schilder mit Aufschriften wie “Yankee go home” gesichtet.

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Ungarn: Orban und Volk gegen Kriegseinmischung

Bulgarien gehört seit 2004 der NATO an. Schon fünf Jahre länger NATO-Mitglied ist Ungarn – aber auch dort hat man keine Freude mit den Stellvertreter-Handlungen in mittelbarer Nähe. Dort ist die Ablehnung weiterer Kriegstreiberei sogar offizielle Regierungsdoktrin. Wie Wochenblick berichtete, verweigert Premierminister Viktor Orban westlichen Waffenlieferungen den Weg durch sein Land. Außerdem verteidigte er seine Entscheidung, sich nicht an der westlichen Aufrüstung der Ukraine zu beteiligen.

Damit reagierte der konservative Regierungschef vor der Wahl im April auf die Stimmungslage im Land. In dieser Woche fand zum ungarischen Nationalfeiertag eine große Kundgebung in Budapest statt, bei der auch Orban eine Rede hielt. Er verteidigte die neutrale Haltung seines Landes im aktuellen Konflikt: “Kein Ungar sollte zwischen einem ukrainischen Amboss und einen russischen Hammer geraten. Es ist nicht in unserem Interesse, als Fußsoldaten zum Opfer im Krieg anderer Länder zu werden.” Einige der abertausenden Teilnehmer hielten Transparente mit Friedensbotschaften hoch.

Serbien: Straßen- und Fanproteste gegen NATO-Umtriebe

Die zunehmende Stationierung von NATO-Soldaten in Ost- und Südosteuropa stößt auf wachsenden Widerstand in der Region. Dagegen richteten sich zuletzt auch Demonstrationen in Serbien. Das ex-jugoslawische Land vereint sich unter dem Eindruck der leidvollen Erinnerung an das mutmaßlich völkerrechtswidrige Bombardement durch NATO-Länder im Jahr 1999. In etwas mehr als zwei Monaten wurden mehr als 28.000 Sprengkörper auf Serbien abgeworfen – nicht unbedingt das, was man landläufig von einem angeblichen “Verteidigungsbündnis” erwarten würde.

In diesem Kontext sind wohl auch die tendenziellen Sympathien vieler Serben für Russland im schwelenden Ost-West-Konflikt zu erklären. Nach Protesten, die sich tendenziell solidarisch mit Russland solidarisierten, setzten auch Fußball-Fans ein Zeichen. Die Anhänger von Rekordmeister Roter Stern Belgrad zeigten beim Europe League-Achtelfinale gegen die Glasgow Rangers ihre Kritik an den NATO-Umtrieben in der Fankurve auf. Dabei erinnerten sie an die zahlreichen US-Kriege der letzten Jahrzehnte. Dazu enthielt die Choreographie auch ein Zitat von Beatles-Musiker John Lennon (1940-80): “Alles was wir fordern ist, dass wir dem Frieden eine Chance geben.”

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