Christchurch: Vorsitzender von Moschee zweifelt an offizieller Theorie zu Attentat

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Jüdische Gemeinde sieht „Antisemitismus“ nach Relativierung

Christchurch: Vorsitzender von Moschee zweifelt an offizieller Theorie zu Attentat

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Der Vorstand der größten Moschee in Neuseeland/Auckland verdächtigte in einer öffentlichen Rede den israelischen Geheimdienst Mossad, hinter den Anschlägen auf die Moscheen in Christchurch zu stehen. Die Gerichte sollen auch in diese Richtung ermitteln, forderte er.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Veranstaltung von „Love Aotearoa Hate Racism“

Die Aussage kam vom Vorstand der Moschee Masjid E Umar, Ahmed Bhamji, bei einer öffentlichen Kundgebung. Bhamji ist zugleich Geschäftsmann mit Fiji-Indischen Wurzeln. Die Veranstaltung wurde von der Gruppe „Love Aotearoa Hate Racism“ in Auckland organisiert. Das Video der Veranstaltung wurde auf Facebook gestellt. Bhamji sagte demnach:

„Glauben Sie, dieser Mann war alleine, woher bekam er das Geld, er kommt aus einer eher armen Familie in Australien, er war in Nordkorea, in Pakistan und zwei Jahre lang in Neuseeland, wo er gearbeitet hat. Ich glaube, der Mossad steht dahinter und nicht nur dieser, es gibt hier einige Geschäftshäuser, die ebenso hinter ihm stehen.“

Jüdischer Rat warnt vor Verschwörungstheorien

Juliet Moses, Sprecherin des Neuseeländischen Jüdischen Rates, warnte auf Twitter vor solchen Verschwörungstheorien und Lügen. Sie bedrohen die jüdische Gemeinde, insbesondere die Aussage, dass Juden (ob durch den jüdischen Staat oder auf andere Weise) eine bösartige, kontrollierende Kraft in der Welt seien, sei Kern des Antisemitismus. Die Organisatoren hätten ihre Anti-Rassismus-Botschaft in die Praxis umsetzen und Bhamji öffentlich widersprechen müssen.

David Cumin, Autor und Lektor an der Universität von Auckland, fragte sich auf Twitter, ob die Bhamji-Hassrede von den Organisatoren oder dem Verband der Islamischen Vereine von Neuseeland befürwortet wurde. Ohne einen Beweis für seinen Verdacht zu haben, verteidigte Bhamji seine Rede gegenüber Medien, er fühle sich „vorgeführt“. Man müsse jedoch untersuchen dürfen, woher der Attentäter das Geld hatte.

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