Deutschland will Ebola-Kranke aus dem Kongo einfliegen

Aktuelle Pläne des Maas-Ministeriums

Deutschland will Ebola-Kranke aus dem Kongo einfliegen

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Das Ebolafieber ist eine zumeist tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Aufgrund der hohen Infektionsgefahr zählt der Erreger zur höchsten Risikogruppe. Seit 1976 kommt es in Afrika immer wieder zu Epidemien. Deutschland plant nun, an Ebola erkrankte Ärzte und Helfer aus den Seuchenregionen auszufliegen. Dazu sollen spezielle Transportcontainer entwickelt werden. 

Deutsche Medien berichteten am 3. Jänner, dass das Außenministerium unter Heiko Maas Pläne verfolge, akut an Ebola erkranktes medizinisches Personal nach Deutschland zurückzuholen. Während der Epidemie des Jahres 2014 wurden in Deutschland bereits zwei Personen behandelt, die an Ebola erkrankt sind: In Frankfurt am Main und in Leipzig. Dies ist nur unter strengsten Isolationsbedingungen möglich. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins Focus standen in Deutschland damals nur zehn Krankenhausplätze für Ebola-Patienten zur Verfügung.

Über 11.000 Tote

Der Ebola-Virus zählt zu den tödlichsten bekannten Erregern. Bis zu 90 Prozent der Infizierten sterben innerhalb einer Woche nach Auftreten der ersten Symptome. Die schlimmsten Epidemien fanden in den letzten zehn Jahren statt. Bei dem Ausbruch in Guinea, Liberia, Sierra Leone, Nigeria und Senegal staben zwischen 2014 und 2016 über 11.000 Menschen. Durch internationale Reisebewegungen kam es auch zu einer Infektion in Spanien und mehreren Infektionen in den USA.

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Aktuelle Epidemie im Kongo und in Uganda

Seit 2018 herrscht eine Epidemie im Kongo und in Uganda. Bis Mitte letzten Jahres starben 1.625 Personen an der Krankheit, die Sterblichkeitsrate liegt trotz aller Bekämpfungsmaßnahmen bei über 70 Prozent. Angeblich konnten neue Ansteckungen durch zwei neue Impfstoffe weitgehend eingedämmt werden.

Die EU habe zugestimmt, die Kosten für die Transportmodule für Ebola-Erkrankte zu übernehmen. Es wird mit einem Aufwand in der Höhe von ca. 10 Millionen Euro gerechnet. Die Container sollen vier Meter lang und 2,4 Meter breit sein und gegen Druckabfall an Bord von Flugzeugen geschützt sein. Sie passen in jedes Frachtflugzeug und können per Lastwagen vom Flughafen in Spezialkrankenhäuser weitertransportiert werden.

Kritik an den Plänen des deutschen Außenministeriums ist zur Zeit nicht bekannt. Auch über das Risiko für die europäische Bevölkerung gibt es keine Angaben.

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