Islamistische Boko Haram schneidet Frauen die Ohren ab

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Unfassbare Christenverfolgung im Kamerun:

Islamistische Boko Haram schneidet Frauen die Ohren ab

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Islamistische Terroristen der Boko Haram stürmten vor kurzem ein christliches Dorf im Norden Kameruns, nahmen acht Frauen als Geiseln und schnitten ihnen die Ohren ab. Mit dieser neuen Form von Gewalt und Brutalität sollen die Dorfbewohner eingeschüchtert und im Sinne des Islam „erzogen“ werden.

Ein Beitrag von Kornelia Kirchweger

Vor den Augen der Kinder

Ein Dorfbewohner erzählte: „Sie kamen bei Nacht, gingen von einem Haus zum anderen und zerrten die Frauen vor den Augen ihrer Kinder aus den Häusern. Nur Frauen. Sie brachten sie vor das Dorf und schnitten ihnen die Ohren ab. Unter Drohungen wurden sie wieder freigelassen. Sie werden wieder zurückkommen, sagten sie den Frauen, das sei erst der Anfang. Wir haben schreckliche Angst“. Die verstümmelten Opfer wurden von der Armee in ein 160 km entferntes medizinisches Zentrum gebracht und dort versorgt. Die christliche Hilfsgruppe „Church in Need“ berichtete den Fall an die Medien.

Brutale Gewalt soll Dorfbewohner einschüchtern

In vielen Dörfern, die von Boko Haram bedroht werden, gibt es „Wachsamkeitskomitees“, um die Bewohner zu schützen. Im aktuellen Fall wurden die Wachen überrannt. Die Menschen haben keine Wahl, als zu bleiben und mit der Angst zu leben. Sie sind Bauern und führen ein einfaches Leben. Jetzt – in der Regenzeit – warten sie auf die Ernte. Wie Medien berichten, hat Boko Haram kürzlich zwei weitere christliche Dörfer in der Gegend angegriffen. Drei Mitglieder des örtlichen Wachsamkeitskomitees wurden dabei getötet.

Kinder als lebende Sprengstoff-Bomben

Die Entführung, Misshandlung und Vergewaltigung christlicher Mädchen und Frauen ist eine Spezialität der Boko Haram-Terroristen. Kinder werden häufig als Soldaten und lebende Sprengstoff-Bomben eingesetzt. Allein im Vorjahr sprengten sich 48 Kinder in die Luft, davon 38 Mädchen. Im Juni berichtete BBC über einen Fall im Dorf Konduga im Nordosten Nigerias. Zwei Mädchen und ein Bub wurden mit Sprengstoff beladen in eine Videohalle geschickt. Bei dem Anschlag starben 30 Menschen, 40 wurden verletzt. Videohallen werden von den Menschen dort gerne besucht. Sie zahlen einen kleinen Beitrag, um Filme oder Fußball zu schauern. Boko Haram betrachtet diese Hallen und Unterhaltung dieser Art als Verstoß gegen den Islam.

Ziel: Errichtung Islamischer Staaten in Afrika

Boko Haram ist der Islamische Staat in Westafrika (ISWAP). Die Terrorgruppe ist seit 2009 in Nigeria aktiv, will das Land zum Islamischen Staat machen und kämpft mit brutalen Methoden gegen die Modernisierung der Gesellschaft. Die Wohlhabenden – vor allem Christen im Süden des Landes – sind Boko Haram ein besonderer Dorn im Auge. Mittlerweile führen die islamistischen Gewalttäter ihren politisch-religiösen Feldzug auch in den Nachbarstaaten Kamerun, Tschad und Niger. Ihr Terror hat bisher 27.000 Menschen das Leben gekostet, zwei Millionen Menschen mussten ihr zu Hause wegen der brutalen Übergriffe verlassen.

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