Klimaschutz: Volksschuldirektor gegen Weihnachtskarten

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Englischer Pädagoge verstört Kinder und Eltern

Klimaschutz: Volksschuldirektor gegen Weihnachtskarten

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Im Sinne des Klimaschutzes sollen jetzt auch Weihnachtstraditionen aufgegeben werden: Der Direktor einer englischen Volksschule in Grantham in Lincolnshire will nicht mehr, dass sich Schulkinder gegenseitig Weihnachtskarten schicken. Ein Brief an die ganze Klasse reiche. Ab heuer ist Schluss mit diesem langjährigen Brauch. Der Briefkasten, in den diese Karten immer eingeworfen wurden, wird abmontiert. Die Belton Lane Primary ist eine gemischte Gemeinschaftsschule für 275 Schüler im Alter von vier bis elf Jahren.

Der Direktor schickte ein diesbezügliches Schreiben an die knapp 300 Eltern. Darin hieß es u.a.: wir verschicken weltweit so viele Weihnachtskarten, die, wenn wir sie nebeneinander legen, 500 Mal den Umfang der Welt bedecken. Die Erzeugung von Weihnachtskarten trägt zu unseren ständig wachsenden CO2-Emissionen bei. Um in der Schule umweltfreundlich zu sein, werden wir ab diesem Jahr keinen Briefkasten für Weihnachtskarten mehr haben. Wir möchten sie stattdessen dazu einladen, Geld zu sparen und die Umwelt zu schonen:  indem Sie nicht jedem einzelnen Kind eine Klasse eine Karte schicken, sondern eine Karte an die gesamte Klasse. Lehrer können dann die Karten im Klassenzimmer aufhängen, damit jeder sie sehen kann.”

Aufruf zum Boykott: bleibt bei Euren Traditionen

Viele Eltern reagierten darauf nicht sehr erfreut. Eine Mutter sagte, „Ich hoffe die Eltern boykottieren diesen bösartigen Plan, bleiben bei ihren Traditionen, und schicken viele Karten an ihre Freunde“. Andere wiesen darauf hin, dass die Karten ohnehin meist aus recyceltem Papier hergestellt werden. Auch, dass viele Eltern mit dem Kauf solcher Karten wohltätige Vereine unterstützen. “Warum sollte man den Kindern die Freude auf Weihnachten wegnehmen. Es ist eine Tradition, die wir viele Jahre lang hatten, und jetzt will man sie beenden“, hieß es auch. Eine Mutter meinte frustriert: „Natürlich muss man die Umwelt schützen. Aber diese paar Weihnachtskarten im Jahr – und das wird uns auf einem Blatt Papier mitgeteilt – das ist doch ein Widerspruch“. Und weiter hieß es: „Kindern in einem Schreiben zu verbieten, Weihnachtskarten zu verschicken, riecht nach Scheinheiligkeit“.

Weniger Stress für Kind mit Lernschwierigkeiten

Eine Mutter fand die Idee aber gut: denn ihr Kind habe Lernprobleme und tue sich beim Schreiben sehr schwer. Jedes Jahr 30 Karten an Schulkameraden zu schreiben, sei nur Stress für das Kind, meinte sie. Eine Karte an die ganze Klasse sei daher genug, sie befürworte das.

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