Kurios: Siegerehrungen bei Tour de France ab sofort “gendergerecht”

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Ein Mann und eine Frau müssen aufs Podium

Kurios: Siegerehrungen bei Tour de France ab sofort “gendergerecht”

Ein Bild, das wohl der Vergangenheit angehört: Zwei Frauen als Gratulantinnen am Tour de France Podium wie hier im Jahr 2017 bei der Überreichung des gepunkteten Trikots für den besten Bergfahrer an Warren Barguil.
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Der Kampf um vermeintliche Gleichberechtigung treibt immer wieder sonderbare Stilblüten – so auch jetzt beim wichtigsten jährlichen Sportereignis des Radsports, der Tour der France. 

Wie ORF.at berichtet, erklärte der Direktor der Tour de France, dass die Siegerehrungen bei Etappen der diesjährigen Ausgabe, nicht mehr in der traditionellen Form mit zwei weiblichen Hostessen stattfinden. Ab sofort gebe es eine “gendergerechte Zeremonie”.

Ein Mann und eine Frau gratulieren zum Sieg

Das heißt, dass bei der diesmal wegen der Corona-Pandemie erst im September stattfindenden dreiwöchigen Rundfahrt stattdessen ein Mann und eine Frau an der Seite der 21 Etappensieger stehen sollen und unter anderem die Preise und wohl auch die jeweiligen Führungstrikots überreichen sollen.

Ob das bedeutet, dass nicht nur die weibliche, sondern auch die männliche Begleitung nach striktem Protokoll den Sieger mit zwei Küsschen auf die Wange beglückwünschen soll oder lieber doch mit einem legeren Handschlag, ist unbekannt. Als wahrscheinlicher gilt, dass dieses Ritual aufgrund der Maßnahmen in diesem Jahr überhaupt entfällt.

Arbeitslose Frauen – im Namen der Gleichberechtigung

Dass der Spitzensport sich bemüht, angebliche Gleichberechtigung durchzusetzen – und dabei mitunter über das Ziel hinausschießt, ist ebenso kein Neuland. So entschied sich etwa die wichtigste Motorsportserie Formel 1, mit Beginn der Saison 2018 keine sogenannten “Grid Girls” mehr einsetzen zu wollen. Fast Zeitgleich verschwanden die “Walk-on Girls” auch aus dem professionellen Dartsport – als Zeichen gegen Sexismus.

Während Feministinnen über den angeblichen Fortschritt jubilierten, blieb auch ein bitterer Beigeschmack. Eine Petition versuchte, die Tradition zu retten – auch einige der Betroffenen, die ihren Job durchaus gerne machten, verstanden nicht, weshalb sie als Frauen just im Namen der Frauenrechte zu Arbeitslosen wurden.

Ein ähnliches Schicksal blüht gerade in diesen arbeitsmarkttechnisch schwierigen Zeiten jetzt der Hälfte der Tour de France-Hostessen…

 

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