“Marionetten-Regime” in der Ukraine: Putins Antwort auf NATO-Provokationen

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Donezk und Luhansk als Volksrepubliken anerkannt

“Marionetten-Regime” in der Ukraine: Putins Antwort auf NATO-Provokationen

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Der russische Präsident Wladimir Putin spricht in seiner Rede über die unglückliche Entwicklung der Ukraine nach ihrer Unabhängigkeit. Er kritisiert die ukrainischen Machthaber und, dass das Land von einigen wenigen Oligarchen ausgepresst wird. Er spricht auch die aktuellen Verhandlungen mit den USA über gegenseitige Sicherheitsgarantien an und erläutert ausführlich Russlands Position. Russlands Geduld sei am Ende und es gebe nur zwei Möglichkeiten: echte Gespräche unter Berücksichtigung russischer Sicherheits-Interessen, oder eine militärische Reaktion Russlands. Am Ende seiner Rede teilt Putin mit, dass Russland die Donbass-Republiken anerkennt und Verträge über Zusammenarbeit und Schutz abschließen wird. In Kiew sieht Putin ein “Marionetten-Regime” der USA sitzen.

Millionen für Oligarchen

„Der Sinn der sogenannten pro-westlichen zivilisatorischen Entscheidung der ukrainischen Oligarchen war und ist nicht, bessere Bedingungen für das Wohlergehen des Volkes zu schaffen, sondern den geopolitischen Rivalen Russlands unterwürfig zu dienen, um Milliarden von Dollar, die den Ukrainern gestohlen und von den Oligarchen auf westlichen Bankkonten gebunkert wurden, zu retten“, kritisiert Putin die Ausbeutung der Ukraine, wie Reuters berichtet.

Anerkennung der Donbass-Republiken

Putin stellt klar, dass es momentan nur eine militärische Lösung geben könne und erkennt die Donbass-Republiken an: „In diesem Zusammenhang halte ich es für notwendig, eine längst überfällige Entscheidung zu treffen, um die Unabhängigkeit und Souveränität der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Luhansk unverzüglich anzuerkennen.“ Die Versammlung der Russischen Föderation bat er, diese Entscheidung zu unterstützen und anschließend die Verträge über Freundschaft und gegenseitige Unterstützung mit den einzelnen Republiken zu unterzeichnen. „Diese beiden Dokumente werden in naher Zukunft vorbereitet und unterzeichnet werden. Und von denjenigen, die in Kiew die Macht übernommen haben und halten, fordern wir die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten“, warnt Putin die Machthaber in der Ukraine.

Putin: Genozid in der Ukraine

Man versuche “erneut, einen Blitzkrieg im Donbass zu organisieren”. Es vergehe derzeit kein Tag, “an dem nicht Städte und Dörfer im Donbass beschossen werden. Eine große Gruppe von Truppen setzt ständig Angriffsdrohnen, schweres Gerät, Raketen, Artillerie und Mehrfachraketenerfer ein”, führt Putin aus. “Die Tötung von Zivilisten, die Blockade, die Misshandlung von Menschen, einschließlich Kindern, Frauen und älteren Menschen, geht unvermindert weiter“, so Putin. Die “sogenannte zivilisierte Welt” ziehe es vor, das nicht zur Kenntnis zu nehmen, “als gäbe es diesen ganzen Horror, den Genozid, dem fast 4 Millionen Menschen ausgesetzt sind, nicht”.

Kein NATO-Beitritt der Ukraine

Ein NATO-Beitritt der Ukraine würde eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Russlands darstellen“, macht Putin klar. Die moderne Ukraine sei vom bolschewistischen, kommunistischen Russland geschaffen worden. “Als Ergebnis der bolschewistischen Politik entstand die Sowjetukraine, die man auch heute noch mit gutem Grund als ‘Wladimir Iljitsch Lenins Ukraine’ bezeichnen kann. Er ist ihr Autor und Architekt“, erklärt er. „Wir sind bereit, Ihnen zu zeigen, was echte Entkommunisierung für die Ukraine bedeutet“, zeigt Putin den eindeutigen Willen das kommunistische Erbe der Ukraine zu tilgen.

Zum NATO-Beitrittsversprechen 2008 an die Ukraine und Georgien

Viele europäische Verbündete der Vereinigten Staaten seien sich der Risiken eines NATO-Beitritts dieser Länder durchaus bewusst gewesen. Sie mussten sich aber dem Willen der USA beugen. „Die Amerikaner haben sie einfach benutzt, um eine ausgeprägte antirussische Politik zu betreiben.“ Eine Reihe von Mitgliedstaaten des Bündnisses stehe dem Beitritt der Ukraine zur NATO immer noch sehr skeptisch gegenüber, sagte der russische Präsident. Man würde versuchen, Russland davon zu überzeugen, dass „die NATO ein friedliebendes und rein defensives Bündnis“ sei und dass es keine Bedrohung für Russland gebe. „Wieder schlagen sie vor, dass wir sie beim Wort nehmen. Aber wir kennen den wahren Wert solcher Worte“, spielt Putin darauf an, dass Russland ursprünglich zugesagt wurde, dass es keine Erweiterung der NATO in Richtung Osten geben würde.

Angst vor US-Präventivschlag – Ukraine als “Sprungbrett”

“Wir sind uns darüber im Klaren, dass in einem solchen Szenario die militärischen Bedrohungen für Russland um ein Vielfaches zunehmen werden. Ich weise besonders darauf hin, dass die Gefahr eines plötzlichen Angriffs auf unser Land um ein Vielfaches steigen wird. Lassen Sie mich erklären, dass in den strategischen Planungsdokumenten der USA die Möglichkeit eines so genannten Präventivschlags gegen feindliche Raketensysteme vorgesehen ist.” Der Feind sei klar: “Es ist Russland.” In NATO-Dokumenten werde Russland zur “Hauptbedrohung für die nordatlantische Sicherheit” erklärt. “Und die Ukraine wird als Sprungbrett für einen solchen Angriff dienen. Hätten unsere Vorfahren davon gehört, sie hätten es wahrscheinlich einfach nicht geglaubt. Und heute wollen wir es nicht glauben, aber es ist wahr.”

Video der Rede an die Nation des russischen Präsidenten

Eine Übersetzung der ganzen Rede von Wladimir Putin finden sie im Anti-Spiegel. Hier ein Video der Rede an die Nation:

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