Mark Zuckerberg warnt vor „Schiedsrichtern über die Wahrheit“

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Mark Zuckerberg warnt vor „Schiedsrichtern über die Wahrheit“

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Kommentar von Kornelia Kirchweger
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Nach dem Trump-Sieg wird jetzt von den Demokraten in den USA und von den linken Allianzen in Europa fieberhaft ein Schuldiger gesucht. Sie sind nämlich überzeugt davon, Facebook habe die Verbreitung jeder Menge von Unwahrheiten zugelassen, was letztlich den Wahlausgang beeinflusste. Verantwortlich dafür ist Mark Zuckerberg, genialer Erfinder dieses sozialen und demokratischsten Mediums, das es je gab. Ihm wird vorgeworfen, Facebook sei zur Lügenplattform verkommen und sie schreien nach Zensur. Zur „Lügenpresse“ gesellt sich jetzt also auch Facebook als ebenbürtiger Konkurrent. Zuckerberg widerspricht jetzt diesen heftigen Anwürfen auf seiner Facebook-Seite. Kernaussage: Wir sollten uns nicht selbst zum Schiedsrichter über die Wahrheit machen, und auch andere Sichtweisen verstehen lernen. Sein Statement ist in voller Länge im Original und in der Übersetzung hier zu finden.

„Ich wollte mit Facebook jedem Menschen eine Stimme geben“, heißt es dort. Er habe damit auch die Demokratie gefördert. Dies aus dem tiefen Glauben an das Gute im Menschen. Er wisse, dass Menschen auf Facebook Dinge sagen und Menschen unterstützen, die anderen nicht passen. Dennoch, „99% dessen, was Menschen auf Facebook sehen, ist authentisch“. Denn echte Falschmeldungen gebe es ohnehin nur wenig. Sie kommen von verschiedenen Seiten und politischen Richtungen und seien einfach zu entlarven. Im Mainstream stimme oft der Grundgedanke, manche Details seien aber falsch oder werden verschwiegen. Das Gros der Inhalte auf Facebook seien aber Meinungen, die anderen nicht gefallen, und daher als nicht korrekt anzeigen. Meinungen sind für Zuckerberg aber auch Tatsachen. Die Wahrheit festzustellen, sei daher sehr kompliziert und er warne davor, sich selbst zum Schiedsrichter der Wahrheit zu machen.

Zuckerberg ist stolz darauf, was Facebook bei dieser historischen Wahl geleistet hat. 2 Millionen Menschen konnten sich für die Wahl registrieren, ebenso viele wurden motiviert, wählen zu gehen. Facebook hat einen Dialog zwischen Zig-Millionen Menschen und den direkten Kontakt zu ihren Kandidaten und deren Botschaften ermöglicht. Jenen, für die diese Wahl schmerzhaft war, legte Zuckerberg nahe, die Sichtweise der Menschen auf der anderen Seite zu verstehen. Seine persönliche Erfahrung sei, dass der Glaube an die Menschen langfristig zu besseren Ergebnissen führe.

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