Washington plant Putin-Sturz: CIA will “unzufriedene Russen” als Agenten kaufen

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Der CIA-Rubel rollt: Schattengeld für den Regimewechsel?

Washington plant Putin-Sturz: CIA will “unzufriedene Russen” als Agenten kaufen

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Die amerikanische Außenpolitik ist schon seit Jahrzehnten ein Blick in die Abgründe eines Staates, der die Welt als ihr Schachbrett zu begreifen scheint. Missliebige Regierungen in aller Welt werden weggeputscht, fremde Länder durch Spione infiltriert, vormalige geopolitische Partner zu Schurken erklärt. Und wenn all das nicht hilft, haut man Zivilisten eben Bomben um die Ohren. In Russland setzt der US-Außengeheimdienst CIA nun offen auf eine Taktik der Zersetzung von innen und will “unzufriedene Russen” als Agenten einkaufen.

USA wollen Russen-Agenten werben

Das “Wall Street Journal” berichtet über entsprechende Aussagen, die der CIA-Vizechef David Marlowe vor einem erlesenen Kreis bei einem Treffen der Denkfabrik “Hayden Center” im US-Bundesstaat Virgina. Marlowe selbst hat den Spionage-Chefposten seit Juni des Vorjahres. Er selbst agierte federführend als Agent in diversen Konfliktregionen, unter anderem den umstrittenen US-Kriegen im Nahen & Mittleren Osten. Er erklärte: “Wir suchen Russen, die von Putins Vorgehensweise in der Ukraine angewidert sind. Wir sind offen für Geschäfte.”

Der Hintergrund: Bei der CIA ist man sich sicher, dass zahlreiche Russen mit dem Fortschritt des Ukraine-Krieges unzufrieden seien. Daher wähnt man das Land als fruchtbaren Boden, um Putin-Kritiker als Geheimagenten zu gewinnen. Als Zielgruppe sieht Washington demnach verärgerte Armeeoffiziere sowie Oligarchen & Geschäftsleute, die entweder im ausländischen Exil sind oder deren Vermögen infolge der westlichen Sanktionen kompromittiert wurde. Wie viel davon nur auf CIA-Prahlerei zurückgeht, darauf will sich allerdings auch das WSJ nicht festlegen.

Im Zweifel scheuen die USA nicht vor Schauermärchen zurück, um die öffentliche Meinung in ihrem Sinn zu beeinflussen:

CIA-Missionen nicht immer erfolgreich

Dass die Amerikaner ein weltweites Netzwerk von Agenten und Spionen beschäftigt, ist nichts Neues. Zu Zeiten des Kalten Krieges galt etwa sogar Wien zeitweise als “Spionage-Hauptstadt” der Welt, wo sich Amerikaner und Sowjets auf neutralem Boden auszuspionieren gedachten. Und obwohl die NSA, die jahrelang den europäischen Kommunikationsverkehr überwachte, über weitaus mehr Ressourcen verfügt, gilt die CIA als Drahtzieherin der Bestrebungen der USA, sich als Weltpolizei zu betätigen. Es ist eine Geschichte der Ungeheuerlichkeiten, aber auch der Fehlschläge.

So gingen etwa die NATO-“Stay Behind”-Armeen in Italien in der “Operation Gladio” ursprünglich auf eine CIA-Gründung zurück. Mit westlichem Geld sollten in ganz Europa Attentate verübt werden, damit die Menschen nach “mehr Sicherheit” schreien – erfolglos. Legendär war das Fiasko der “Landung der Schweinebucht” auf Kuba im Jahr 1961, als man das frisch installierte Castro-Regime mithilfe antikommunistischer Exilkubaner stürzen wollte. Neben schlechter Ausrüstung scheiterte das Vorhaben auch am Irrglauben, das kubanische Volk würde den US-Agenten jubilierend in die Arme fallen.

Bevor diverse CIA-Destablisierungsaktionen aufgedeckt wurden, galten sie selbstredend als Verschwörungstheorien, wie Wochenblick aufklärte:

Unzufriedenheit als Wunschdenken

Ob die Amerikaner aus der Geschichte gelernt haben, wird sich weisen. Fakt ist: Die vermeintliche Unzufriedenheit des russischen Volkes mit Putin ist zu weiten Teilen westliches Wunschdenken. Denn staatlichen Umfragen zufolge nahm die Zustimmung des Volkes zu ihrem Präsidenten mit Kriegsbeginn sprungartig Fahrt auf, die Werte kletterten um über 10 Prozent auf mehr als 80 Prozent Zustimmung. In diesen Sphären bewegt sich die Zustimmungsrate auch weiterhin. Das hielt Exilzeitungen nicht davon ab, im Mai vom Putsch zu träumen – eine Vorstellung, die freilich immer noch in weiter Ferne ist.

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