Während die Österreicher und Deutschen noch immer in Lockdowns verharren und darauf warten, dass endlich wieder Normalität zurückkehrt, genießen Reiselustige das Leben in der Welt – ganz ohne Pandemie.

Die Lockdowns endeten nicht mit dem Jahreswechsel und gingen in den Corona-Politik-Ländern unvermindert weiter, teilweise sogar härter als zuvor. Genutzt hat es bisher nichts. Urlaub war und ist hier trotzdem noch immer ein Traum in weiter Ferne. Der Deutsche kann heutzutage froh sein, wenn er nicht von der Polizei beim Rodeln auf dem Wurmberg im Harz oder bei illegalem Besuch der Nordsee oder auf der Straße nach Sperrstunde erwischt wird und dafür tief in die Tasche greifen muss. Maskenfreier Einkauf im Supermarkt gilt heute als revolutionäre Tat. Anderswo auf der Welt gibt es indes Menschen, die bis dato nie eine einzige Mundnasenbedeckung übergestülpt haben. Andere Länder, andere Sitten und gar andere Viren? Wohl kaum, nur ist der Umgang mit Corona im Rest der Welt deutlich anders als es hier der Fall ist.

Weltreisende trugen teilweise noch nie eine Maske

Die Welt veröffentlichte in dieser Woche einen Bericht über Langzeit-Reisende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, die es sich in fernen Ländern gut gehen lassen und das Leben in vollen Zügen genießen. Einige sind in Australien, andere in Neuseeland, ihre Berichte ähneln sich. Sie steckten zu Beginn der Corona-Zeit in den fernen Ländern zunächst fest, da die Flüge in die Heimat plötzlich unerschwinglich wurden, dann entschlossen sie sich, das Beste daraus zu machen und blieben. Bereut hat es keiner von ihnen. Einige sind angesichts der Tatsache, dass sie bisher nie gezwungen wurden, eine Maske zu tragen erschrocken darüber, wie die Regierungen in ihren Heimatländern mit ihren Bevölkerungen umgeht.

„Deutsche können das vielleicht nicht nachvollziehen, aber 2020 war das beste Jahr meines Lebens!“ sagte Nicole Perth aus Unna, die sich in Australien befindet. Sie berichtet, dass ihr in Australien alle Möglichkeiten offen stehen, sie hat bisher nicht einen Tag ihr Gesicht verhüllen müssen. Die Welt berichtet von Reisenden, die in Mexiko unbeschwert leben, oder auf Weltreise mit einem Mercedes-Sprinter gerade in Afrika sind.

Andere reisten als Rucksacktourist von Sydney an der Ostküste bis ins tropische Cairns, mit einem Abstecher nach Uluru und besichtigen den berühmten Ayeras Rock oder machten Roadtrips „die Westküste rauf und wieder runter“. Auch in Neuseeland gab es einen Lockdown, aber seitdem ist das Leben fast wieder normal. Reisende aus Gotha planen, nach ihrer Reise in der Welt erst einmal nachzusehen, wie es in Deutschland aussieht – und sie wollen dann entscheiden, was sie als Nächstes tun.

Brutaler Kontrast zum Leben in Deutschland

Sie werden überrascht feststellen, dass in Deutschland binnen einem Jahr Lager für Quarantäneverweigerer eingerichtet wurden, die als Internierungslager dienen und wo Menschen gegen ihren Willen festgehalten werden können. Sie werden erstaunt sein, dass sie ohne Maskerade in keinen Supermarkt mehr laufen dürfen. Noch träumen sie von freien Entscheidungen. Wenn sie wieder in der Heimat angekommen sind, werden sie lernen, wie schnell heute jemand als Gefährder oder potentieller Virenträger öffentlich denunziert werden kann. Die Reisenden wissen bisher noch nicht, dass ihnen die freie Entscheidung genommen wurde, wenn sie nicht einmal mehr abends vor die Tür dürfen.