„World Wide Rally for Freedom“: Unter diesem Motto fanden am 20.03.2021 nicht nur europaweit, sondern weltweit Demonstrationen für Freiheit, Friede und Menschenrechte statt. In über 100 Städten in gut 50 Ländern waren Kundgebungen für die Freiheit angemeldet, der zugehörige Hashtag war #wewillallbethere.

Eigentlich hätte der Tag nicht passender gewählt sein können. Denn seit 2013 wird jedes Jahr am 20. März der Weltglückstag begangen, dies wurde am 28. Juni 2012 von der UN-Hauptversammlung beschlossen. Bekannt ist der Tag auch unter dem Namen „International Day of Happiness“, „Tag des Glücks“ oder „Internationaler Tag des Glücks“.

 Die Bürger wollen endlich wieder Freiheit

Dieser Tag sollte wohl in Zeiten der einschränkenden Maßnahmen das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und gleichzeitig zeigen, wie viele Menschen diesen Zwang und die systematische Abschaffung der Grund- und Freiheitsrechte nicht mehr erdulden wollen. Ein friedlicher Verlauf wäre in allen Städten angedacht gewesen. In Europa gingen die Menschen bei uns in Österreich, in Deutschland, in der Schweiz, in Italien, Ungarn, Frankreich, England, in Kroatien, auch in den Niederlanden und etlichen anderen Ländern auf die Straße, um für ihre Rechte einzustehen.

Auffallend ist, dass viele der Kundgebungen durch die Polizei aufgelöst werden sollten. Vorrangig wegen „groben“ Verstößen gegen die Coronaregeln, wie Abstand und Maskenpflicht. Selbst in Schweden wurden mehrere Demos aufgelöst, vor allem, weil gegen die maximal zulässige Teilnehmerzahl verstoßen wurde. Das sind die gängigsten Ausreden, um Demonstrationen aufzulösen, wie auch die unsere österreichischen Demonstranten immer wieder erfahren müssen. In Kassel ging die Polizei mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen die Demonstranten vor – Wochenblick berichtete.

Salutierende Milizsoldaten vor Wasserwerfern

In Amsterdam kam es zu sehr berührenden Bildern, als die Polizei Demonstrierende mit Wasserwerfern von einer nicht genehmigten Kundgebung im Museumplein Park vertreiben wollte. Auf etlichen Videos ist zu sehen, dass sich Milizsoldaten und Reservisten salutierend in einer Reihe vor die Demonstranten gestellt haben. Ihnen gegenüber standen die Polizisten mit Schlagstöcken und Schildern bewaffnet.

Selbst durch die Wasserwerfer ließen sich die Soldaten nicht einschüchtern, sie blieben unerschrocken salutierend stehen.

 

Nur wenige Meter weiter: Willkürliche Polizeigewalt

Etwas abseits davon spielten sich erschreckende Szenen ab. Auf Videos ist zu sehen, dass Polizisten, mit Hunden an der Leine, ohne ersichtlichen Grund mit Schlagstöcken auf Passanten einschlagen. Vermutlich, um sie zum Verlassen des Parks zu bringen.

 

Die Kundgebungen sollen offensichtlich durch immer härtere Vorgehensweise der Polizei unterbunden werden, nicht nur in Amsterdam. In Den Haag, wo der Regierungssitz der Niederlande liegt, löste die Polizei bereits in der Vorwoche friedliche Proteste äußerst brutal auf.