Nicht zuletzt aufgrund seiner regelmäßigen politisch inkorrekten Kommentare ist Prinz Philip (99), der Mann der englischen Königin Elisabeth II. (94) so etwas wie der heimliche „König des Volkes“ auf der Insel. Trotz seines biblischen Alters bis zuletzt immer aktiv, befindet sich der beliebte Vertreter der britischen Monarchie aber jetzt seit über einer Woche im Spital.

Und dürfte man einigen Medienberichten glauben, könnte es schlimm um den Herzog von Edinburgh stehen. Denn sein Sohn Charles, derzeitiger Thronfolger, nahm hunderte Kilometer Fahrt auf sich, um ihn für eine halbe Stunde zu besuchen. Laut oe24 soll er danach aber „Tränen in den Augen“ gehabt haben. Der Enkel des Prinzgemahls, William (38), Nummer zwei in der Thronfolge, erklärte aber, es gehe seinem Großvater den Umständen entsprechend „okay“. Er stehe aber unter Beobachtung der Ärzte, soll noch einige Tage im Spital bleiben.

Erst vor wenigen Wochen erste Impfgabe erhalten

Welches Leiden den 1921 in Griechenland als Sohn eines deutschen Adelsgeschlechts geborenen Prinz Philip ans Krankenbett fesselt, lässt das Königshaus nicht durchklingen. Man beruft sich auf die Privatsphäre, beteuert aber, dass der Aufenthalt in der Londoner „King-Edward-VII.-Klinik“ nicht im Zusammenhang mit den Coronavirus stehe.

Kritische Stimmen könnten dennoch daran zweifeln, befürchten das Schlimmste. Denn es ist bekannt, dass das Regentenpaar erst Anfang Jänner die erste Gabe eines Corona-Impfstoffes verabreicht bekam. Insgesamt erhielten bis dato mehr als 17 Millionen Briten ihre erste Teilimpfung. Bis zum Sommer erhofft die Politik, dass dies für möglichst alle erwachsenen Bürger möglich wurde.

Weltweite Sorgen um (Neben-)Wirkung der Impfung

Dennoch sind die Zahlen der Testpositiven im Land im internationalen Vergleich weiterhin immens hoch. Einen ähnlichen Befund gibt es in Israel, wo bereits 70 Prozent der Bürger über 16 Jahren bereits zumindest eine Impfung erhielten. Sorgen, wonach der Impfstoff womöglich nicht so wirkt wie erhofft oder sogar Erkrankungen auslösen könnte, speisen sich auch aus den Erfahrungswerten in diesen beiden Ländern.

Darüber hinaus wurden in zahlreichen Ländern teilweise schwere Nebenwirkungen bei mehreren Impfstoffen publik. In Norwegen gab es nach dutzenden Todesfällen kurze Zeit nach Erhalt des mRNA-Impfstoffs von Pfizer/BioNTech sogar eine offizielle Untersuchung. Im benachbarten Schweden stoppte man die Impfung mit dem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca nach einer Häufung von Nebenwirkungen zeitweise.