In Linz und Oberösterreich zeigen die Regierungsparteien, dass es auch miteinander geht. Bei allen weltanschaulichen Differenzen, ungeachtet der Querelen im Bund: Die Vorhaben zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Linz sind wohl durchdacht und vielversprechend. Sowohl in der Stadt auch in der Land erwies sich die FPÖ als präziser Planer und stabiler Partner in der Umsetzung.

Land und Stadt ziehen, was die Realisierung der Stadtbahn angeht, an einem Strang. In den vergangenen Monaten hat man ein gemeinschaftlich koordiniertes und abgestimmtes Realisierungskonzept für die Stadtbahn und der damit verbundenen Obus-Achse entwickelt. Dieses wurde bereits auf Beamtenebene zwischen Land und Bundesministerium ausgetauscht und technisch erörtert. In einer Vielzahl von Detailfragen besteht Konsens. Noch in diesem Jahr sollen alle wichtigen politischen und finanziellen Beschlüsse gefasst werden.

Konstruktive Zusammenarbeit

Die Macher hinter den Plänen sind Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) und der Linzer Vizebürgermeister und Infrastrukturstadtrat Markus Hein (FPÖ). In ungewohnter Einigkeit präsentierten sie gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) am 21. August die „Öffi-Offensive“, die für den Großraum Linz weitreichende Verbesserungen verspricht. Diese Art konstruktiv zu arbeiten entspricht auch den Erwartungen der Bevölkerung, wo vor allem konkrete Resultate in der Verbesserung der Lebensqualität nachgefragt werden.

Ende der Staus zu Stoßzeiten?

Im Kampf gegen tägliche Staulawinen setzt man alles daran, den Umstieg auf Öffentliche Verkehrsmittel so attraktiv wie möglich zu gestalten. Aus diesem Grund haben Stadt und Land ein gemeinsames ÖV-Konzept, bestehend aus Stadtbahnen kombiniert mit O-Buslinien entwickelt. Das bestehende S-Bahnnetz wird von fünf auf sieben Linien erweitert. Die zwei neuen Stadtbahnen (S6 und S7) führen vom Pendler-Hotspot Mühlviertel direkt zu markanten, innerstädtischen Zielpunkten. Ohne Umsteigen können diese künftig bequem, stau- und stressfrei erreicht werden. „Durch ein dichteres Haltestellennetz der neuen O-Bus-Linien 46 und 47 sowie der neuen Buslinien 13 und 14 wird eine deutlich bessere ÖV-Abdeckung geschaffen. Die neuen Linien verbinden Urfahr über den Hafen mit Ebelsberg und Pichling.

„Verkehrspolitischer Meilenstein“

„Dieses Projekt ist ein verkehrspolitischer Meilenstein und wird Pendlerinnen und Pendler eine attraktive Alternative zum Auto bieten“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.
„Dieses gewaltige Verkehrsprojekt bietet zahlreichen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern eine tolle Mobilitätsalternative. Wer rund eine Viertelstunde vom Hauptbahnhof bis zur JKU benötigt, braucht nicht lange zu überlegen welches Verkehrsmittel er dafür wählen wird“, hebt Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner die attraktiven Reisezeiten mit der Stadtbahn hervor.

Neue Steckenführung

Künftig soll die S6 Mühlkreisbahn vom Mühlkreisbahnhof in Urfahr über den Nahverkehrsknoten Urfahr Ost beim Gasthof Lindbauer fahren und auf der Neuen Eisenbahnbrücke die Donau überqueren. Die Donaulände / Hafenstraße wird auf einer Überführung gekreuzt, bevor die Trasse unterirdisch weitergeführt wird. Die Haltestellen Kepler Uniklinikum und Europaplatz werden unterirdisch angefahren, bevor die neue S-Bahn-Linie wieder auftaucht und in das bestehende Schienennetz der ÖBB integriert wird und zum Hauptbahnhof weiterführt. Die S7 aus Richtung Gallneukirchen verläuft entlang des Donaudammes, bevor sie beim Knoten Urfahr Ost entlang derselben Trasse, auf der bereits die S6 geführt wird, einbindet.

Finanzfragen noch im laufenden Jahr zu klären

Ziel ist, dass noch in diesem Jahr alle offenen Finanzfragen geklärt werden und eine Absichtserklärung unterschrieben wird. Ebenfalls soll auch wichtige Beschlüsse auf Stadt- und Landesebene erfolgen. Darüber hinaus soll noch 2020 das Vorprojekt für den Abschnitt S7 Urfahr-Ost bis Gallneukirchen/Pregarten ausgeschrieben werden. Die Ausschreibung der spezifischen Fahrzeuge, der sogenannten TramTrains, die künftig auf den neuen Trassen verkehren sollen, erfolgte bereits Anfang August. „Wir wünschen uns allesamt einen großen Schulterschluss bei diesem Projekt. Denn schlussendlich geht es um eines der wichtigsten verkehrlichen Großprojekte für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher für die kommenden Jahrzehnte“, sind Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landesrat Günther Steinkellner, Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Markus Hein einig.